München
19.10.2026 - 14:54 Uhr

Söder: Olympia-Gesetz kommt so schnell wie möglich

München soll schon für die Sommerspiele 2036 bereit und fit sein. Dafür kündigen Markus Söder und Münchens OB Dominik Krause die nächsten Schritte an.

Die Macher der Münchner Sommerspiele-Bewerbung wollen mit einem Olympia-Gesetz die Umsetzung ihrer Pläne forcieren. Dieses Gesetzesvorhaben solle „so schnell wie möglich“ auf den Weg gebracht werden, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. „Wir werden im Landesrecht alles beschleunigen für Olympia, was Baurecht und Planung ist“, kündigte der CSU-Vorsitzende an. Ziel sei es, schon für eine Olympia-Austragung im Jahr 2036 fit zu werden.

Daher erwarte München und Bayern auch vom Bund einen vergleichbaren gesetzlichen Rahmen für das deutsche Olympia-Projekt. „Auch hier müssen Rechtswege beschleunigt werden für Olympia, damit es keine endlosen Instanzen gibt“, mahnte Söder. 

München hatte sich im nationalen Wettbewerb um die deutsche Kandidatur für Olympia und Paralympics 2036, 2040 oder 2044 durchgesetzt. Im Rennen um die Spiele 2036 nannte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Katar, Indien, Südkorea, Ungarn, die Türkei und Südafrika als Konkurrenten. „2036 ist viel ambitionierter als es 2040 wäre. Aber 2036 könnte einfacher sein, weil so viele noch nicht bereit sind“, erklärte Söder.

Bewerbungskosten: 18 bis 20 Millionen Euro

Daher drängt auch Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause auf schnelle Schritte vor allem bei den nötigen Infrastrukturmaßnahmen. Der Grünen-Politiker verwies erneut auf eine spürbare Olympia-Begeisterung in der Stadt. „Schon jetzt hat es angefangen, dieses Feuer zu entfachen. Unsere Aufgabe ist es, dass es weiter ins Lodern kommt“, sagte Krause.

München werde nun bei der Stadt eine Stabsstelle für die Olympia-Bewerbung einrichten. Zudem solle es ein Olympia-Kabinett und eine Olympia-Kommission für die weitere Abstimmung mit Behörden und Politik geben. Für den März 2027 strebe München die Gründung einer Bewerbungsgesellschaft an. Insgesamt bezifferte Krause die Kosten für die Münchner Bewerbung auf 18 bis 20 Millionen Euro. Dies sei deutlich weniger als beim letzten Anlauf, als München sich vergeblich um Winterspiele bemüht hatte. 

Krause versprach, dass es wegen der Olympia-Bewerbung keine Kürzungen im sozialen oder kulturellen Bereich in München geben werde. Auch Söder betonte einmal mehr die positive Wirkung einer erfolgreichen Kandidatur um Sommerspiele. „Das wird für München und Bayern, wenn alles klappen sollte, einen Riesensprung nach vorn geben“, sagte der Ministerpräsident.

© dpa-infocom, dpa:261019-930-862226/1

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