05.02.2020 - 23:04 Uhr
NabburgSport

Ex-Profi übernimmt den TV Nabburg

Obwohl der Kreisliga-Aufsteiger mit Platz vier und Tuchfühlung zu den Spitzenrängen zur Winterpause im Soll liegt, mussten sich die Verantwortlichen für die neue Saison auf Trainersuche begeben. Und zogen einen bekannten Namen an Land.

Den Fußball-Abteilungsleitern des TV Nabburg, Christoph Schärtl (links) und Felix Scharf (rechts), ist ein echter Coup gelungen: Ex-Profi Sven Seitz übernimmt zur neuen Saison das Traineramt beim Kreisligisten.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Sven Seitz wird zur Spielzeit 2020/21 neuer Trainer des Fußball-Kreisligisten TV Nabburg. Dort löst der 30-jährige Ex-Profi das Trainerduo Manfred Widegger und Daniel Kißwetter ab, das erst vor der laufenden Serie das Amt von Aufstiegstrainer Walter Bauer übernommen hatte. "Daniel Kißwetter hat uns informiert, dass er aus persönlichen Gründen zur neuen Saison nicht mehr als Trainer zur Verfügung steht. Zunächst war der Plan, dass Manfred Widegger alleine weitermacht, doch aufgrund eines bevorstehenden Hausbaus ist ihm dies zeitlich nicht möglich", sagte Felix Scharf, der sich als ein Part der Abteilungsleitung gemeinsam mit Christoph Schärtl somit auf Trainersuche begeben musste, die eigentlich nicht vorgesehen war. "Wir sind mit unserem aktuellen Trainer-Tandem sehr zufrieden und wollten die Zusammenarbeit fortsetzen", fügte Schärtl an.

Durch einen Tipp kamen die Nabburger auf Sven Seitz, der bereits angekündigt hatte, nach dieser Spielzeit beim Amberger Kreisklassisten FSV Gärbershof aufzuhören und nach einer neuen Aufgabe zu suchen. "Schon nach wenigen Augenblicken war klar, dass ich mit Christoph Schärtl und Felix Scharf auf einer Wellenlänge liege. Die Jungs sind genauso ehrgeizig wie ich und gemeinsam wollen wir frischen Wind reinbringen", zeigte sich Seitz angetan von seinem künftigen Verein. Nach zehn Jahren Profi-Dasein und Stationen in ganz Deutschland (siehe Hintergrund) verschlug es Seitz vor zwei Jahren wieder zurück in heimatliche Gefilde. "Ich wollte endlich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und sportlich kürzertreten. Da war Gärbershof ein perfekter Verein für den ersten Schritt im Trainergeschäft", sagte Seitz, der mit seiner Frau im Sommer Nachwuchs erwartet.

Die Kreisliga soll für den Trainer-Novizen die nächste Stufe sein, auf der Treppe zum Ziel, das Seitz klar im Kopf hat: "Mein Vater ist Profi-Trainer, ich bin damit aufgewachsen. Irgendwann ist es auch mein Ziel, hauptberuflich als Coach tätig zu sein." Und für Nabburg hat der neue Mann, der den TV als Spielertrainer verstärken wird, ebenso klare Ziele im Kopf, die sich mit den Vorstellungen der Verantwortlichen decken. "Wir wollen in der Kreisliga mit jungen, einheimischen Spielern vorne mitmischen und in zwei, drei Jahren den Aufstieg in die Bezirksliga ins Auge fassen." Damit spricht er den TV-Abteilungsleitern Schärtl und Scharf aus der Seele. "Wir sind uns bewusst, dass Sven Seitz nach Höherem strebt. Aber gleichzeitig sind wir überzeugt, dass er in Nabburg Bleibendes hinterlassen wird und menschlich super zu uns passt. So eine Chance, einen solchen Spielertrainer für die Kreisliga zu verpflichten, bekommen wir nicht alle Tage", sagte Scharf, der sich freut, dass Manfred Widegger dem neuen Chef als spielender Co-Trainer assistieren wird.

Für die Restserie in der Kreisliga verstärken Philipp Fleischmann (33 Jahre von der SG Kemnath/Freudenberg) und Florian Hösl (18 Jahre aus der U19 der SG Nabburg/Diendorf) den TV. "Mit zwei Siegen sollte der Klassenerhalt, unser primäres Ziel als Aufsteiger, in trockenen Tüchern sein. Danach schauen wir, ob wir die oberen Platzierungen noch etwas spannend halten können", formulierte Schärtl die Ziele, bis Sven Seitz das Ruder übernimmt.

Hintergrund:

Das ist Sven Seitz

Der 30-jährige Sven Seitz entstammt dem Bundesliga-Nachwuchs des 1. FC Nürnberg und kam nach den Stationen SpVgg Bayreuth (Bayernliga), SpVgg Weiden (Regionalliga), Sachsen Leipzig (Oberliga), RB Leipzig II (Sachsenliga) und Germania Halberstadt (Regionalliga) zum FC Amberg (Regionalliga). Nach einem Intermezzo bei der DJK Vilzing (Bayernliga) und beim SV Seligenporten (Regionalliga) verschlug es ihn 18/19 zum Amberger Kreisklassen-Aufsteiger FSV Gärbershof zurück in heimatliche Gefilde. Seit zwei Jahren fungiert der Sohn von Roland Seitz (aktuell Trainer beim VfR Aalen und früher in Diensten des SSV Jahn Regensburg und der SpVgg Weiden sowie Torjäger beim ASV Neumarkt) dort als Spielertrainer und möchte in Nabburg den nächsten Schritt in seiner noch jungen Trainerkarriere machen.

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