29.09.2020 - 16:56 Uhr
NabburgSport

Es kann fünf bis sechs Teams erwischen: Damen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld vorm Saisonstart

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Lange stand nicht fest, ob es losgeht. Am Samstag geht’s los. Auf die HSG-Damen wartet eine Saison voller möglicher Überraschungen. Schon im ersten Spiel kann’s die geben.

Trainer Karl Söllner (Zweiter von links) und seine HSG-Damen schwören sich auf die neue Saison ein. Der Aufsteiger startet am Samstag gegen den TS Herzogenaurach II.
von Josef Maier Kontakt Profil

Karl Söllner ist grundsätzlich Optimist: "An Abstieg denke ich gar nicht", sagt der Trainer der Handballerinnen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld. Am Samstag steht nach drei Spielzeiten in der Bezirksoberliga wieder ein Landesligaspiel auf dem Plan, der Aufsteiger startet mit einem Heimspiel gegen die TSV Herzogenaurach II in die Saison. "Der Klassenerhalt ist für uns auf jeden Fall drin", ist sich der erfahrene Coach sicher. Dabei steht eine Mammut-Saison an. 15 Teams fasst die Landesliga – so viel wie noch nie –, nachdem es im Frühjahr wegen des Corona-Abbruchs keine Absteiger gab und eine großzügige Aufstiegsregelung angewandt wurde. Söllner weiß um die Folgen: "Natürlich wirds einen verstärkten Abstieg geben." Gut möglich, dass es am Saisonende sechs bis sieben Teams erwischt. Es kann durchaus sein, dass es sechs, sieben Teams erwischt.

Die Veränderungen bei den Herren der HSG Nabburg-Schwarzenfeld

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Aber die HSG sieht sich gewappnet. Die Vorbereitung sei trotz mancher Corona-Einschränkung gut gelaufen. "Ich mache anfangs ohnehin das meiste im Freien", erklärt Söllner sein Vorgehen. Jetzt ist die Mannschaft schon seit mehreren Wochen in der Halle. Ihr Gesicht hat sich ein bisschen verändert. Torfrau Theresa Weiherer und Natalie Fleischmann sind derzeit aus privaten Gründen nicht einsetzbar und Anja Hirschmann, die vergangene Saison aus Amberg gekommen war, hat sich die Kreuzbänder im Knie gerissen. Diese Ausfälle muss das Team erst einmal wegstecken. Die Neuzugänge bringen aber doch einiges an Erfahrung mit: Kerstin Weh und die Geschwister Spitzner Lorena und Vanessa kommen von der aufgelösten HSG Naabtal. Renate Batzl spielte früher schon für die HSG, kommt jetzt aus Neunburg zurück und hütet für Weiherer das Tor. "Vom Kader her sind wir gut aufgestellt", ist Söller, der seit dreieinhalb Jahren die Damenmannschaft coacht, mit der Ausgangssituation zufrieden. In der Vorbereitung gab es zwar eine klare Niederlage gegen den Bayernligisten SG Mintraching/Neutraubling, gegen den HV Oberviechtach wurde aber zwei Mal klar gewonnen.

Wie so viele seiner Trainerkollegen blickt auch Söllner der Saison wegen der wieder steigenden Infektionszahlen auch mit mulmigen Gefühl entgegen. "Der Terminkalender ist proppenvoll, da darf eigentlich nichts passieren." Sollte eine Mannschaft mal in Quarantänemüssen, würden gleich zwei Nachholspiele anfallen. Das alles kann sich summieren. Nachholtermine sieht Söllner in diesem Spielplan nicht. Wegen Corona sind bei den ersten Heimspielen auch keine Zuschauer im Schwarzenfelder Sportpark. Es dürften zwar einige rein, aber die HSG-Führung hat beschlossen, das Hygienekonzept für Fans nicht umzusetzen. Damit seien auch Kosten verbunden, heißt es. Die Vorstände bitten deswegen auch um Verständnis. Derzeit wird geprüft, ob die Spiele vielleicht per Livestream im Internet übertragen werden. Im Sportpark ist bei Heimspielen normalerweise immer viel los, doch Söllner glaubt, dass seine Damen auch ohne Unterstützung gut zurechtkommen.

Ob sie gleich ihrem Gegner am Samstag zurecht kommen, ist fraglich. "Wir spielen gegen die zweite Mannschaft der Herzogenauracher. Die erste Mannschaft spielt in der dritten Liga und startet erst in zwei Wochen in die Saison." Gut möglich, dass die Franken ein paar Erstliga-Spielerinnen mit in die Oberpfalz bringen, um Wettkampfpraxis zu sammeln. Aber auch da lässt sich Söllner nicht nervös machen: "Wir schauen einfach, wie es kommt."

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