07.08.2019 - 16:47 Uhr
NabburgSport

HSG greift mit drei Neuen wieder an

Die Enttäuschung wirkte lange nach. Der haarscharf verpasste Aufstieg in die Handball-Landesliga machte Trainer und Spielerinnen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld noch Wochen zu schaffen. Mittlerweile gilt der Fokus wieder der neuen Saison.

Anja Hirschmann (von links), Tanja Weiherer und Carina Schadeck verstärken das Team von Trainer Karl Söllner.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Lange Zeit thronte die HSG Nabburg/Schwarzenfeld in der vergangenen Saison ganz oben in der Tabelle der Handball-Bezirksoberliga. Am vorletzten Spieltag erlaubte sich die Truppe von Trainer Karl Söllner im Derby bei der SG Naabtal aber eine – und damit entscheidende – Schwäche. Nach der 21:23-Niederlage zog der HC Forchheim vorbei und ließ sich den Titel und Aufstieg in die Landesliga nicht mehr nehmen. "Daran haben wir schon noch einige Wochen geknabbert. So einen Rückschlag bekamen weder die Spielerinnen noch ich in zwei, drei Tagen aus dem Kopf", gestand Söllner. Doch mittlerweile ist von Trübsal oder Zweifeln keine Spur mehr im Team. Seit vier Wochen bereitet sich die HSG auf die neue Saison vor. Und die neue BOL-Spielzeit beginnt gleich mit einem Derby: Am 28. September gastiert Aufsteiger und Nachbar HC Weiden im Schwarzenfelder Sportpark. "Das ist natürlich gleich ein toller Auftakt gegen einen Gegner, den wir sehr gut kennen", freut sich Söllner. Bis dahin will der Trainer seine Spielerinnen in eine Verfassung bringen, um der Saison von Beginn an einen Stempel aufzudrücken – einen HSG-Stempel. "Wir wollen aufsteigen. Nach der Enttäuschung zum Ende der letzten Spielzeit wollen wir nun von Anfang an angreifen", gibt der Trainer das Saisonziel offensiv vor.

Um dieses auch zu erreichen, verpassten die Verantwortlichen dem Kader mehr Tiefe, der auch den ein oder anderen Ausfall verzeihen soll. Mit Anja Hirschmann (1. FC Nürnberg), Tanja Weiherer (Rückkehrerin von Mintraching/Neutraubling) sowie Carina Schadeck (Rückkehr nach Babypause) stehen Söllner mehr Alternativen zur Verfügung. Dies machte sich bereits im ersten Testspiel bemerkbar, als es gegen den HC Sulzbach eine knappe 26:27-Niederlage setzte. "In der Vorbereitung auf die vergangene Saison waren wir gegen den HC noch fürchterlich untergegangen. Da macht sich der breitere Kader schon jetzt bemerkbar." Im über 3x20 Minuten ausgetragenen Test lag die HSG zwei Drittel lang sogar in Führung. Am 30. August folgt noch ein Test gegen den TV Gefrees, weitere Spiele sollen noch fixiert werden. Einziger Wermutstrofpen für die HSG bleibt die schwere Verletzung von Natalie Fleischmann. Im letzten Spiel der vergangenen Saison zog sich die einzige Linkshänderin im Kader einen Achillessehnenriss zu. "Natalie wird uns vermutlich die komplette Saison über fehlen", rechnet Söllner mit einem langen Ausfall. Um diesen zu kompensieren, hat er jetzt aber mehr Alternativen zur Verfügung als in der letzten Saison.

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