20.11.2018 - 18:20 Uhr
NabburgSport

Mit Spaß-Handball an die Spitze

Sechs Spiele, sechs Siege, lediglich eine Einbuße am Grünen Tisch: Bei den Handball-Frauen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld läuft es in der Bezirksoberliga derzeit wie am Schnürchen. Für Trainer Karl Söllner ist die Tabellenführung aber nicht mehr als eine Momentaufnahme.

Derzeit ist die Stimmung prächtig bei den Handballerinnen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Trainer Karl Söllner bescheinigt dem BOL-Spitzenreiter aktuell eine starke Form.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Vom großen Ziel "Rückkehr in die Landesliga" will Karl Söllner, Trainer der Handball-Frauen bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld, trotz des derzeitigen Höhenflugs nichts wissen. "Auf lange Sicht ist das vielleicht ein Thema, aber dazu müssten erst die Rahmenbedingungen geschaffen werden. So genießen wir derzeit unsere gute Position und haben Spaß am Handball", hält Söllner den Ball bewusst flach.

Seine Truppe thront mit 12:2 Punkten an der Spitze der Bezirksoberliga, die einzigen Minuspunkte rühren von der Partie in Forchheim her, als die HSG während einer Grippewelle wegen zu vieler Ausfälle nicht antreten konnte. Und genau da liegt für Söllner auch der Grund begraben, weswegen größere Ziele "auf Biegen und Brechen" für ihn derzeit utopisch erscheinen. "Wir haben eine homogene Truppe. Nur sobald wir zwei, drei Verletzte haben, wird es kritisch. Unser dünner Kader verzeiht absolut keine Ausfälle."

Immenser Sprung

Und wenn es personell doch einmal eng wird? "Da können wir einfach nicht adäquat nachschieben", legt Söllner den Finger in die Wunde. Die zweite Mannschaft müsse sich qualitativ verbessern, um ein passabler Unterbau zu sein, und der Sprung vom Jugend- zum Frauen-Handball sei immens. "Wir haben mit Magdalena Herrmann vor der Saison eine junge Spielerin aus der A-Jugend hochgezogen. Sie bekommt immer wieder Einsatzzeiten und macht ihre Sache hervorragend. Aber bis sie rein von der Athletik her das Niveau der etablierten Kräfte erreicht, wird es zwei, drei Jahre dauern."

Diese Geduld sowie den nötigen Trainingseifer brächten nicht mehr allzu viele junge Spielerinnen mit, weswegen der Nachschub stockt. "Früher war eine Handballmannschaft ein Freundeskreis, in dem sich alle mitgezogen hätten. Da standen auch die Eltern dahinter, während heute der Trainer als Motivator oft allein auf weiter Flur steht."

Ziel Herbstmeisterschaft

Doch anstatt zu klagen will Söllner derzeit die gute Form seiner Mädels noch länger genießen. Das honorieren auch die Zuschauer. Im Schwarzenfelder Sportpark oder in der Nabburger Gymnasiumhalle tummeln sich stets viele Anhänger. "100 Zuschauer kommen eigentlich immer, wenn's mal ein Spitzenspiel ist, sind es auch gerne mal 150 und mehr. Das ist für Frauen-Handball eine sehr ordentliche Resonanz."

Im jüngsten Heimspiel bezwang die HSG Nabburg/Schwarzenfeld die SG Rohr/Pavelsbach deutlich

Es folgen ein Gastspiel in Neunburg und ein Heimauftritt gegen Naabtal ehe es zum Angstgegner und ärgsten Kontrahenten an der Tabellenspitze SG Regensburg geht. Für diese Spiele hält Söllner ein klares Ziel für seine Mannschaft parat: "Ich möchte gerne Herbstmeister werden. Das haben die Mädels derzeit im Kreuz." Und vielleicht ist im Frühjahr dann doch ein kurzer Blick in Richtung Landesliga gestattet.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.