07.05.2019 - 13:56 Uhr
NabburgSport

Zwei SG's oder doch Nabburg? Heißes Finale in der Kreisklasse

Mitte April schien eine kleine Vorentscheidung in der Kreisklasse Nord (Schwandorf) gefallen zu sein. Die SG Silbersee hatte fünf Punkte Vorsprung. Doch zwei Spieltage vor Schluss ist es spannender denn je. Auch, weil der TV Nabburg einfach keine Ruhe gibt.

Jubeln die Nabburger auch am Saisonende?
von Josef Maier Kontakt Profil

Die bisherige Spielzeit war okay, Großes war aber nicht mehr zu erwarten. "Uns hatte nach der Winterpause doch keiner mehr auf der Rechnung", sagt Walter Bauer und schmunzelnd fügt der Trainer des TV Nabburg an: "Ich schon."

Die Nabburger sind natürlich das Team der Rückrunde in der Kreisklasse Nord. Nur drei Zähler liegen sie hinter dem Spitzenreiter SG Silbersee (53 Punkte), punktgleich mit der SG Pertolzhofen/Niedermurach (50) auf Platz drei. "Wir wollten die da vorne nochmal ein bisschen ärgern", erklärt Bauer, der seit fünfeinhalb Jahren das Sagen auf der TV-Trainerbank hat, die Motivation der Nabburger. Sechs Spiele gab es nach der Winterpause, alle sechs hat der TV gewonnen. Doch die Serie ist noch länger. "Auch die letzten beiden Spiele vor der Winterpause haben wir gewonnen", berichtet Bauer, der sagt, dass er unheimlich stolz auf die Mannschaft sei, das Team aber auch manchmal etwas Glück hatte. So wie am Sonntag: Gegen die zweite Mannschaft des TSV Stulln, dem abgeschlagenen Tabellenschlusslicht. "Da haben wir nur die ersten 20 Minuten Fußball gespielt." Bauer war etwas sauer. Die Nabburger würgten sich zu einem 2:1-Erfolg und der Trainer schlussfolgerte: "Wenn man oben steht, gewinnt man auch solche Spiele." Gleichzeitig ließ der Spitzenreiter SG Silbersee in Dieterskirchen zwei Punkte liegen. Für Bauer "die Mega-Überraschung des Spieltags". Dennoch sei Silbersee weiterhin der Favorit. Dennoch will Bauer zum Abschluss seiner Trainerzeit beim TV mehr. Vielleicht, so spekuliert er, könne man sogar davon profitieren, wenn am letzten Spieltag Spitzenreiter Silbersee und die Spielgemeinschaft Pertolzhofen/Niedermurach aufeinandertreffen.

Egal, wie es am Ende ausgeht, "der Abschied wird mir ohnehin schwerfallen." Er hätte wahrscheinlich noch eine Saison drangehängt, aber die in der Abteilung wurde beschlossen, neue Wege zu gehen. "Das ist ja auch in Ordnung so. Ich bin jetzt 67 und Rentner", meint Bauer lachend.

"Dass Nabburg nochmals so aufkommt, ist natürlich die Überraschung", staunt auch Manuel Gleißner etwas über den Siegeszug des Konkurrenten. Der Abteilungsleiter der SG Pertolzhofen/Niedermurach, freut sich aber auch, dass die Murachtaler wieder in der Spur sind. Am Sonntag wurde der SV Haselbach mit 6:0 abgefertigt. Die Haselbacher (47) haben jetzt mit der SpVgg Pfreimd II (46) die schlechtesten Karten im Aufstiegskampf. "Das war nach langer Zeit wieder eine Glanzleistung", sagte Gleißner, der auch selbst mitspielt, über den Kantersieg. Vor der Saison habe man bei der SG nie vom Aufstieg gesprochen, "aber wenn man jetzt natürlich zwei Spieltage vor Schluss vorne dabei ist, will man mehr". Den kleinen Durchhänger vor einigen Wochen erklärt er auch mit der mangelnden Trainingsbeteiligung. Jetzt seien aber wieder alle motiviert. Die Elf von Stoyan Stoykov muss am Wochenende zum SV Pullenried, ehe am letzten Spieltag Spitzenreiter SG Silbersee nach Niedermurach anreist. "Die anderen Mannschaften vorne haben sicheren den größeren Druck", glaubt Gleißner. Es werden noch zwei heiße Spieltage.

Uns hatte nach der Winterpause doch keiner mehr auf der Rechnung. Ich schon.

Walter Bauer, Trainer des TV Nabburg

Wenn man jetzt zwei Spieltage vor Schluss vorne dabei ist, will man mehr.

Manuel Gleißner, Abteilungsleiter SG Pertolzhofen/Niedermurach

Auch die Spieler der SG Pertolzhofen/Niedermurach hatten zuletzt viel zu jubeln. Sie rechnen sich im Saisonfinale einiges aus.

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