09.10.2026 - 18:12 Uhr

NBA-Star Wembanyama unterstützt Schulproteste in Frankreich

Frankreichs Schüler protestieren gegen schlechte Bedingungen an ihren Schulen und bekommen prominente Unterstützung: NBA-Profi Victor Wembanyama stellt sich hinter die Demonstranten.

Wembanyama äußerte sich wiederholt zur innenpolitischen Lage in seiner Heimat. (Archivbild) Bild: Julio Cortez/AP/dpa
Wembanyama äußerte sich wiederholt zur innenpolitischen Lage in seiner Heimat. (Archivbild)

Der französische Basketball-Star Victor Wembanyama hat sich mit den Protesten an Frankreichs Schulen solidarisiert. „Ich möchte meine Unterstützung zeigen“, sagte der 22 Jahre alte Center nach einem Vorbereitungsspiel seines NBA-Teams, der San Antonio Spurs.

Zuvor hatte Wembanyama eine Reihe von Fotos aus seinem Sommer in Frankreich auf Instagram veröffentlicht. Ein Kommentator lud ihn ein, sich den Schulprotesten in seiner Heimat anzuschließen. Darauf antwortete er: „Das würde ich sehr gerne.“ Von einem Reporter darauf angesprochen, bestätigte Wembanyama: „Das meinte ich ernst.“

Er sei selbst vor nicht allzu langer Zeit in einer ähnlichen Situation gewesen. „Ich hatte die Möglichkeit, diesem System und diesen Problemen zu entkommen. Aber das ist eine Chance, es ist Glück.“ Deshalb wolle er seine Unterstützung zeigen. 

Wembanyama geht in seine vierte NBA-Saison, verbringt Medien zufolge aber einen Teil seines Sommerurlaubs weiter in Paris und seiner Heimatstadt Nanterre, einem Vorort der französischen Hauptstadt. Darüber hinaus war es nicht das erste Mal, dass sich Wembanyama zur innenpolitischen Lage in seiner Heimat äußerte. 

Schulproteste in ganz Frankreich

Landesweit hatten sich nach Angaben des französischen Innenministeriums 71.500 Menschen an den Protesten beteiligt. Bereits seit knapp zwei Wochen demonstrieren Schüler in Frankreich für eine bessere Ausstattung der Gymnasien, mehr Vertretungslehrer und Investitionen in das Bildungswesen.

Dem Protest haben sich inzwischen auch Studierende angeschlossen. Bisher ist die Regierung nicht mit konkreten Zusagen auf die Schüler eingegangen. Für die kommenden Tage wurden weitere Proteste angekündigt.

Empörung gibt es über die rabiaten Polizeieinsätze gegen die zumeist minderjährigen Demonstranten. Wegen mutmaßlicher Polizeigewalt wird gegen einige Beamte ermittelt.

© dpa-infocom, dpa:261009-930-817179/1

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