09.11.2018 - 18:11 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Dezimiert gegen neue "Tropics"

Der alte Angstgegner kommt mit neuen Gesichtern, aber zum gleichen Ort. In keiner Halle hatten die Neustädter Basketballer öfter das nachsehen als in der Würzburger Feggrube. Und wieder verschärfen Ausfälle bei der DJK die Situation.

Captain Tobias Merkl (am Ball) verletzte sich in der Vorwoche in Leipzig am Sprunggelenk. „Ein Einsatz ist extrem unwahrscheinlich“, sagt Bruder und Coach Stefan Merkl. „Wir werden da kein Risiko eingehen.“
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Noch liegt die Tabelle der 2. Regionalliga Nord eng beieinander. Die DJK ist im Moment in einer Gruppe von fünf punktgleichen Teams von Don Bosco Bamberg auf Rang sechs bis eben Neustadt auf dem zehnten Platz. Die TG Würzburg "Tropics", Neustadts Gegner am Samstag (Anwurf 20 Uhr), sind Siebter. Nun, etwa zur Hälfte der Vorrunde, dürfte sich die Tabelle langsam auseinanderziehen. Dabei ist es für die DJK wichtig, sich mit einem Sieg im Mittelfeld zu etablieren.

Die TG Würzburg, mit der sich Neustadt schon etliche packende Duelle lieferte, ist - zumal auswärts- dabei nicht der ideale Gegner. Denn das Team im Umbruch hat die Abgänge, unter anderem von Topscorer Daniel Urbano und Kapitän Christoph Horzella, gut verkraftet und personell nachgelegt. Auch beim Trainer. Andreas Saller (36), der neue Mann an der Seitenlinie ist Ex-Bundesligaprofi. "Würzburg ist gefährlich, da der Kader deutlich tiefer besetzt ist als etwa Leipzig. Sie haben starke Guards und ein hervorragendes Flügelspiel", erläutert Neustadts Coach Stefan Merkl. Unter den Topwerfern der Liga findet man keine TG-Spieler. Lediglich Jonas Gröning gehört - mit der gleichen Quote wie Neustadts Vlady Krysl - zu den besten Dreierwerfern. "Gegen die ausgeglichene Truppe ist es super schwierig. Das sind alles Spieler im besten Basketballalter, die teils über viele Jahre zusammenspielen", weiß Merkl. "Und die wissen, wie man gewinnt." Da reiche es nicht, wie gegen Leipzig einfach auf Zone umzustellen.

Und dann ist da noch die Halle: "Ja, die Feggrube ist schwierig", versucht der DJK-Trainer die Bedingungen zu erklären. "Es ist schon eine ältere Halle mit einem furchtbar glatten Boden. Ähnlich schlecht wie unserer im Gymnasium." Zudem sorgen meist mehr als 200 Würzburger Fans für eine echte Heimkulisse.

Wie die DJK gegen Leipzig punkteten die "Tropics", die gerne mit einer aufblasbaren Palme anreisen, zuletzt auswärts und holten sich Selbstbewusstsein nach schwierigem Saisonstart. Das Spiel in Gotha war wieder einmal typisch "Tropics". "Deutschlands tropischstes Basketballteam", wie sie sich selber nennen, hatte seine Trikots vergessen. So liefen die "Tropischen" in Auswärts-Shirts ihrer Gastgeber auf. Eine faire, aber teure Geste - denn die TG gewann.

Das will sie auch am Samstag. Und hat gegen ein dezimiertes DJK-Team erhöhte Chancen. Lars Aßheuer (Einblutung im Kniegelenk), Sebastian Fritsch (Schultergelenksverletzung) und Emmanuel Tarwoe (Todesfall/USA) fallen sicher aus, Tobias Merkl Einsatz (Sprunggelenk) ist extrem unwahrscheinlich. Aber positiv ist: Nachwuchstalent Yannik Stein bestreitet sein erstes Spiel für die DJK.

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