25.03.2019 - 22:38 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

DJK-Korbjäger dürfen hoffen

Die Neustädter Basketballer verlieren gegen Don Bosco Bamberg. Konkurrent Neumarkt gewinnt in Chemnitz. Bamberg hat noch ein Nachholspiel. Die Gefahr, dass die DJK auf einen Abstiegsplatz durchgereicht wird, ist groß. Doch es kommt anders.

Wie alle Neustädter hatte Ondrey Stych (am Ball) gegen die schnellen, stark verteidigenden Bamberger so seine Probleme.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Die Kulisse hätte nicht besser sein können. Mehr als 300 Fans in der Gymnasiumhalle wollten ihre Neustädter Regio-Basketballer am Samstag zum Sieg im vorentscheidenden Abstiegsduell gegen Don Bosco Bamberg förmlich tragen. Am Ende stand nach großen Kampf jedoch eine verdiente 82:91 (41:42)-Niederlage. Die Ernüchterung hielt aber nicht lange. Denn das Wochenende hatte noch eine Wendung parat, die die DJK hoffen lässt.

Ein Erfolg hätte den sicheren Klassenerhalt in der 2. Regionalliga Nord bedeutet. Durch die Niederlage drohte ein Abstiegsfinale in Dresden, bei dem Neustadt außerdem auf Hilfe anderer Teams angewiesen ist. Bis fünf Minuten vor dem Ende war gegen Don Bosco aber alles möglich. Beide Teams lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem Bamberg jedoch meist vorne blieb. Mit Vladimir Krýsls viertem Dreier zum 71:74 keimte noch einmal Hoffnung auf. Doch da waren der erneut starke DJK-Aufbau Sebastian Fritsch und Center-Riese Jonas Meißner bereits mit dem fünften Foul vorzeitig vom Feld. Wenig später folgte auch Krýsl.

"Es hat etwas gedauert, bis ich den Frust der Niederlage verdaut hatte", sagte Neustadts Coach Stefan Merkl einen Tag später. "Die wieder hohe Foulbelastung war natürlich Pech. Aber entscheidend war, dass wir Heckel und Greese im Pick-and-roll nie vor uns halten konnten."

Die extrem schnellen Bamberger Außen um Felix Greese (28 Punkte) und Max Heckel (15) erarbeiteten sich gute Situationen und öffneten Räume für ihre Big-Men. Die konnten zwar gegen Jonas Meißner nicht viel ausrichten, trafen aber solide aus der Mitteldistanz. Umso erstaunlicher war dann ein Taktikwechsel des Tabellenelften. Überraschend, auch für Neustadts Coach. "Schade war, dass - als Don Bosco auf Zonenverteidigung umgestellt hat - uns nicht viel eingefallen ist", gestand Merkl ein: "Damit haben wir nicht gerechnet, denn Bamberg ist im Eins-gegen-eins schneller und flexibler als wir." Den jüngeren Spielern sei der Druck anzumerken gewesen. "Ich kann keinem einen Vorwurf machen, die Leistung war o.k."

Obwohl die verbliebenen, foulbelasteten Routiniers Tobias Merkl, Lukas Bieber und Ondrey Stych alles versuchten, reichte es gegen die lange, Bank Bambergs nicht aus. "Die letzten Minuten sind wir nur spazieren gegangen", kommentierte Jakob Sailer, der ein Extra-Lob bekam, die Schlussphase. Nur noch vier Körbe fielen, Bamberg brachte den für sie lebenswichtigen Sieg an den Freiwurflinien nach Hause.

Doch der Abend sollte noch schlimmer werden: Nach Neumarkts Überraschungssieg in Chemnitz zog der Lokalrivale am Neunten DJK vorbei. Das hätte auch Don Bosco schaffen können. Bamberg verlor jedoch am Sonntag gegen jene Chemnitzer und bleibt zwei Punkte hinter Neustadt auf dem Abstiegsplatz elf. Damit reicht ein DJK-Sieg in Dresden am letzten Spieltag aus, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen.

DJK: Krýsl (23 Punkte/5 Fouls), Bieber (20/4), Merkl (16/4), Stych (10/4), Meißner (6/5), Fritsch (5/5) Sailer (2/4), Aßheuer und Stein (jeweils 0/1), Archer, Pöss und Baier.

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