16.12.2018 - 20:36 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

DJK Neustadt lässt Dresden keine Chance

Ein ungefährdeter 86:66 (36:20)-Erfolg gegen die Dresden Titans 2 und der vierte Tabellenplatz - nach dem gelungenen Hinrundenfinale könnten die Neustädter Basketballer vollauf zufrieden sein. Doch etwas trübte am Samstag die Freude etwas.

Ondrej Stych (Mitte) tankt sich durch die Dresdener Defensive: Die Neustädter Basketballer gewannen souverän mit 86:66 gegen das Schlusslicht.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Ein Wermutstropfen war nicht etwa, dass die DJK beim Start ins Schlussviertel bereits mit 69:34 führte und ein deutlich höherer Sieg leicht möglich war. Eine unglückliche Kollision von Sebastian Fritsch und seinem Gegenspieler René Pesth ließ die 200 Fans in der Gymnasiumhalle die Luft anhalten.

Im Zweikampf stießen die beiden mit den Köpfen zusammen. Fritsch ging mit blutiger Nase und einem lockeren Zahn vom Feld, Pesth zog sich eine Wunde an der Wange zu. Für Fritsch, der stark spielte, war die Partie beendet. Der Dresdener, dessen Cut von der medizinischen Abteilung der Neustädter getackert wurde, konnte dagegen kurz danach weitermachen. Bereits in der ersten Hälfte musste Daniel Wunderlich mit einer Bänderverletzung im Sprunggelenk und einem Muskelfaserriss im Oberschenkel raus. "Es ist bitter, dass die beiden sich verletzt haben", bedauert Coach Stefan Merkl. "Da spielst du mit hoher Intensität und gibst alles und dann kommt so etwas dabei raus. Einfach unglücklich."

Der Neustädter Coach hatte in einer von beiden Seiten sehr fair geführten Begegnung kaum etwas am Auftritt seiner Truppe gegen den Tabellenletzten auszusetzen. Dabei kämpften die wochenlang von Verletzungssorgen geplagten "kleinen Titans" bravourös. "Dresden ist in einer schwierigen Situation, die stehen schon fast mit dem Rücken zur Wand", so Merkl. "Wegen ihrer Abstimmungsprobleme haben sie es uns aber trotzdem deutlich leichter gemacht als zuletzt Bamberg." Neustadt nutzte dies laut dem Coach von Beginn an konsequent aus: "Offensiv war das bis auf ein, zwei Kleinigkeiten eine super disziplinierte Leistung. Es waren auch einige Pass-Stafetten dabei, die sich sehen lassen konnten. Großes Lob an alle." Besonders Vladimir Krýsl - mit fünf Dreiern - und Jonas Meißner (beide 17 Punkte) ließen sich kaum stoppen.

Bei den Gästen waren allenfalls Robert Haas (22 Punkte) und Felix Eberhardt (17) gefährlich. Viele Angriffe der Dresdener ProB-Reserve liefen sich in der stabilen Neustädter Verteidigung fest, so dass die Sachsen oft überhastet abschließen mussten. "Ich fand, wir haben von Anfang an defensiv als Team überzeugt", lobte Merkl. So wuchs der Vorsprung kontinuierlich bis zum vierten Abschnitt. Hier schienen die Verletzung von Fritsch und die zweite Luft der Dresdener Wirkung zu zeigen. "Im letzten Viertel entstand ein leichter Bruch. Den nehme ich aber auf meine Kappe, weil ich meine Spieler anders verteidigen habe lassen, um sie aus der Komfortzone zu bringen und um uns in einer anderen Verteidigungsvariation zu verbessern", erläutert der DJK-Trainer, der dabei auch den jungen Spielern viel Einsatzzeit gab. "Das hat zwar nur phasenweise gut geklappt. Dennoch kann uns das dann vielleicht nächste Woche in Neumarkt weiterhelfen."

Während die restliche Liga bereits in die kurze Winterpause geht, eröffnet das Derby der beiden besten Oberpfälzer Teams am Samstag, 22. Dezember, die Rückrunde in der 2. Regionalliga Nord.

DJK Neustadt: Krýsl (17 Punkte/0 Fouls), Meißner (17/3), Merkl (10/3), Stych (9/1), Pöss (8/0), Sailer (8/2), Kurth (7/0), Fritsch (5/4), Archer (3/5), Baier (2/1), Wunderlich und Aßheuer.

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.