18.01.2019 - 11:34 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

"Trotzdem schlagbar"

„Wer trifft, hat recht“ - Die Binsenweisheit gilt aber auch umgekehrt. Auch mit Einzelaktionen konnten die Neustädter Basketballer das Spiel gegen die Uniriesen (USC) Leipzig nicht drehen. Zu viele überhastete Würfe verfehlten ihr Ziel.

Lukas Bieber (rechts) hat während seines Auslandssemesters das Basketballspielen nicht verlernt: Trotz der Niederlage gegen Leipzig zeigte er bei seinem Comeback eine gute Leistung.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Dabei war es den Offensivspielern der DJK bei der knappen, aber verdienten 68:74 (35:32)-Niederlage am Samstag nicht zu verdenken, es statt mit den regulären Spielsystemen „mit der Brechstange“ zu versuchen. Denn das Angriffsspiel der gewöhnlich offensivstarken Neustädter lief im Schlussviertel nicht mehr rund. Nach einem 53:53 nach dem dritten Abschnitt einer ausgeglichenen Begegnung gelang der DJK in fünf Minuten nur ein Korb, was Leipzig zur 63:55-Führung nutzte. Die Vorentscheidung. Auch zwei Dreier hintereinander von Vladimir Krýsl zwei Minuten vor Schluss reichten nicht mehr für die Wende.

"Unser Zusammenspiel war offensiv nicht gut genug. Wir haben zu wenig getroffen und vor allem auch zu wenig Rebounds geholt", fasste DJK-Coach Stefan Merkl zusammen. Dies lag auch an den Größenvorteilen der Gäste. Obwohl beiden Teams - mit Jonas Meißner (DJK) und Miguel Lopez-Barcelay (USC) - jeweils die Topcenter fehlten, konnte Leipzig dies leichter kompensieren.

Der Spielbericht bei OTV

Die Sachsen zeigten vor rund 230 Zuschauern in der Gymnasiumhalle, dass sie aus ihrer Hinrundenniederlage gelernt hatten. Zumal in stärkerer Besetzung angetreten, kamen sie mit den Verteidigungssystemen Neustadts besser zurecht, spielen grundsolide. "Die Leipziger waren deutlich besser als im Hinspiel, hatten eine höhere Trefferquote und spielten geordneter gegen unsere zeitweise Zonenverteidigung. Aber sie wären trotzdem schlagbar gewesen", resümierte Neustadts Trainer. Dies verhinderte aber vor allem Sven Papenfuß. Leipzigs 2,02 Meter großer NBBL-Spieler war mit 27 Punkten nicht nur bester Werfer der Partie, sondern glänzte auch als Ballverteiler. Obwohl das 17-jährige Toptalent generell schwer zu verteidigen ist, ließ ihm die sonst stabile DJK-Defensive zu viele Räume. „Defensiv und kämpferisch kann ich dem Team aber nichts vorwerfen, so Merkl. Und fügte selbstkritisch hinzu: „Ansonsten hab ich nicht so gut gewechselt und damit vielleicht den Rhythmus im Spiel etwas zerstört.“

Dennoch sieht der Coach die durchwachsene Phase des nunmehr Tabellensechsten mit nur einem Sieg aus den letzten vier Spielen gegen Mannschaften auf Augenhöhe unaufgeregt: "Das ist noch keine Katastrophe, aber wir müssen schnellstens als Team wieder besser zusammenspielen und am Wurf arbeiten. Dazu hoffe ich, dass bald der Kader wieder komplett wird."

Interview mit Rückkehrer und Co-CaptainLukas Bieber

Obwohl gegen Leipzig fünf Spieler ausgefallen waren, es gab auch Lichtblicke: Co-Captain Lukas Bieber, der von einem Auslandssemester aus Argentinien zurück ist, gab sein Saisondebüt. Und überzeugte. "Defensiv war Lukas sehr stark. In den Angriffssystemen passt naturgemäß die Abstimmung mit den Mitspielern noch nicht hundertprozentig. Aber es war ein guter Einstand", so Merkl. "Es hat Spaß gemacht, wieder zu spielen", sagte auch Bieber. Den langjährigen Leistungsträger erwartete aber ein stark verändertes Team. "Ein paar der erfahrenen Spieler haben aufgehört, wir haben viele junge Spieler. Aber die Veränderung ist gut, um sich insgesamt weiterzuentwickeln."

DJK: Merkl (19 Punkte/1 Fouls), Krýsl (13/2), Bieber (8/4), Stych (8/0), Pöss (5/1), Aßheuer (5/2), Webster (5/4), Kurth (3/1), Archer (2/1), Sailer (2/5) und Baier (0/2)

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