22.09.2021 - 16:50 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Urteil zum Spielabbruch in Neustadt/WN steht, ein Verein will Einspruch einlegen

Fußball Kreisliga Nord: Das Sportgericht hat nach dem Spielabbruch der Partie am 12. September zwischen der DJK Neustadt/WN und dem TuS Schnaittenbach entschieden. Doch das Urteil ist noch nicht das letzte Wort.

Rollt der Ball nochmal im Spiel der Kreisliga Nord zwischen der DJK Neustadt/WN und dem TuS Schnaittenbach? Noch ist nichts endgültig entschieden.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Das Kreissportgericht unter Vorsitz von Lorenz Gebert hat geurteilt: Über den Spielabbruch in der Fußball Kreisliga Nord, der die Gemüter nach der Partie zwischen der DJK Neustadt/WN und dem TuS Schnaittenbach erhitzt hatte. Der Spruch der Sportrichter: Das Spiel wird neu angesetzt. "Das Problem aus Sicht des Sportgerichts war, dass der Schiedsrichter nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um einen Spielabbruch zu verhindern", erklärt Kreisvorsitzender Albert Kellner. Das Urteil der Sportrichter im ruhigen Kämmerchen ist das eine, das andere ist die Realität auf dem Platz: "Ich muss den Schiedsrichter in Schutz nehmen, das war eine ganz blöde Situation für ihn. Ein junger Schiedsrichter, den muss man jetzt nicht an den Pranger stellen. Er stand unter Druck, von allen Seiten. Keiner von uns war dabei, und weiß, was wirklich geschehen ist. Das Sportgericht muss aufgrund der Stellungnahmen der Beteiligten urteilen", sagt Kellner.

Der Kreisvorsitzende möchte das Spiel aber diese Woche noch nicht neu ansetzen, da er abwarten will, ob die Vereine das Urteil so akzeptierten, oder ob einer Einspruch einlegt. 300 Euro Strafe für Verletzung der Platzdisziplin kommt auf den aktuell Tabellenletzten auf alle Fälle zu.

"Wir werden vermutlich Einspruch erheben, aber wir müssen uns intern noch abstimmen", sagt Achim Neupert. Der Fußball-Abteilungsleiter der DJK Neustadt/WN empfindet das Urteil als nicht "gerechtfertigt", da der Spielabbruch auf Druck der Schnaittenbacher erfolgt sei. "Die sehen natürlich noch eine Chance, zu Punkten zu kommen, weil sie ja eigentlich das Spiel verloren hatten", moniert Neupert.

Die Kontrahenten des TuS Schnaittenbach sehen die Sache natürlich anders: "Wir begrüßen das Urteil, mein Wunsch war, dass es neu angesetzt wird. Ich bin der Meinung, dass es auf dem Platz sportlich fair ausgetragen werden sollte", erklärt Patrick Lassmann, Fußball-Abteilungsleiter des TuS.

Was war am Sonntag, 12. September, passiert? Kurz zusammengefasst: Ein Siegtor in der Nachspielzeit, ein Platzsturm, ein verletzter Torhüter. Spielabbruch. Die Partie in der Kreisliga Nord zwischen der DJK Neustadt und dem TuS Schnaittenbach landete vor dem Sportgericht. Denn rund um die letzten Minuten des Spiels gab es reichlich Unsicherheit, die Aussagen der Beteiligten widersprachen sich. Fakt war: In der Nachspielzeit beim Spielstand von 1:1 lief Neustadts Philipp Gerlach auf das Schnaittenbacher Tor zu, umkurvte den Torhüter und schob aus spitzem Winkel zum 2:1 ein. Einige Reservespieler der Neustädter, darunter auch Spieler der zweiten Mannschaft, stürmten auf den Platz und im anschließenden Tumult ging Torhüter Daniel Maul zu Boden. Der Schiedsrichter brach das Spiel daraufhin ab.

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