22.11.2018 - 20:54 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Zwickauer Leidensgenossen

Beide Teams kämpfen mit Verletzungspech. Die Neustädter Basketballer müssen am Samstag sogar ohne ihren Coach zum Auswärtsspiel bei den GGZ Baskets.

Routiniers wie Ondrey Stych sind bei Neustadt gegen Tabellennachbar Zwickau gefragt.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Neunter gegen Achter heißt es für die Neustädter Basketballer vor dem Spiel beim Tabellennachbarn GGZ Baskets Zwickau. Es könnte aber auch "Duell der Leidensgenossen" heißen. Denn die Lazarette, zu denen beide Spielerkader geworden sind, erschweren die Vorbereitung auf die wichtige Begegnung immens. Beide sind punktgleich mit dem Fünften und würden bei einem Erfolg einen größeren Sprung in der Tabelle der 2. Regionalliga Nord machen.

Die Vorbereitung verlief jedoch alles andere als optimal, fehlten im DJK-Training doch Yannik Stein (krank), Florian Kurth (Studium), Lars Aßheuer (Knieverletzung) sowie Emanuel Tarwoe (USA). Auch Liam Archer ist angeschlagen (Grippe). Wer am Samstag spielen kann, ist offen. Zudem müssen die Neustädter am Spieltag auch auf Headcoach Stefan Merkl, der für den Bayerischen Basketball Verband (BBV) dienstlich unterwegs ist, verzichten. Für ihn stehen die Co-Trainer Marco Campitelli und Gabi Ionescu an der Linie.

Beim Aufsteiger aus Sachsen sieht die Lage noch erheblich düsterer aus. Mit dem Ausfall von Anton Albrecht am vergangenen Wochenende sind mittlerweile sechs Spieler verletzt. Einzig für ihren Topscorer Hendrik Bellscheidt (21 Punkte im Schnitt) besteht laut lokalen Medien die Hoffnung auf einen Einsatz. Nach drei Niederlagen in Folge brauchen die Baskets aber dringend einen Sieg. Die DJK hingegen ist nach zuletzt zwei Auswärtssiegen und einer knappen Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten Niners Chemnitz eigentlich im Aufwind. Wenn nicht die Ausfälle wären.

"Es wird viel davon abhängen, wie diszipliniert die Jungs am Wochenende spielen", sagt Merkl und legt den Finger noch einmal in die Wunde des unnötig verpassten Sieges gegen die Niners. "Vor allem müssen wir gegen Ende des Spiels unseren Mitspielern vertrauen und als Mannschaft spielen. Dann kann das gegen Zwickau auch gut funktionieren."

Zumal Neustadt dieses Mal favorisiert ist. Musste das Team gegen die stark aufgestellten Chemnitzer seine Taktik anpassen, geht es gegen Zwickau hauptsächlich darum, die gewohnten Systeme sauber zu Ende zu spielen. "Ich bin mit der Entwicklung meiner Spieler in den letzten Wochen sehr zufrieden. Jakob Sailer und Alex Pöss etwa machen große Fortschritte", betont Merkl. "Es wird nicht nur auf die Führungsspieler Tobias Merkl, Vlady Krýsl oder Jonas Meißner ankommen." Denn auch ein ersatzgeschwächtes Zwickau habe zuletzt gegen Regnitztal kämpferisch überzeugt. "Das ganze Team muss seine Leistung abrufen", so der DJK-Trainer.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.