28.03.2019 - 22:12 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Zwischen Hoffen und Bangen

Die Neustädter Basketballer brauchen den Sieg in Dresden. Doch gerade für das Abstiegsfinale am Samstag fallen mehrere Aktivposten der DJK aus.

Co-Trainer Marco Campitelli (Mitte) mit den beiden Big-Men der DJK Neustadt, Jonas Meißner (rechts) und Ondrey Stych, auf die es im Saisonfinale bei den Dresden Titans 2 besonders ankommen wird.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Es ist ein tückisches "Vielleicht", der zehnte Tabellenplatz der 2. Regionalliga Nord, auf dem Neustadt mit 16 Punkten gerade steht. Ebenso viele Zähler wie die Fibalon Baskets Neumarkt auf Rang neun, zwei mehr als Don Bosco Bamberg auf dem elften Platz. Während Neumarkt im Moment mit einiger Sicherheit gerettet und Bamberg ebenso wahrscheinlich abgestiegen wäre, stecken die Neustädter fest zwischen Hoffen und Bangen.

In der komplizierten Abstiegsregelung der zweithöchsten Amateurklasse hängt die Zahl der Absteiger nämlich von den Absteigern aus höheren Ligen ab. Die betroffenen Teams werden dann im Quervergleich mit der parallelen Südstaffel ermittelt. Dabei hat der zehnte Tabellenplatz im Norden meist für den Verbleib in der Liga gereicht - aber nicht immer.

Für Neustadt ist das jedoch nicht so wichtig, zumindest nicht am Wochenende. Denn für die Merkl-Truppe ändert es nichts daran, dass sie beim Schlusslicht und - wirklich - sicheren Absteiger Dresden Titans 2 gewinnen müssen, um zumindest Bamberg hinter sich zu halten. Die würden bei Punktgleichheit wegen des gewonnenen direkten Vergleichs vorbeiziehen. Ein Sieg der DJK bei gleichzeitiger Niederlage Neumarkts gegen Meister Regnitztal wäre gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt.

Dazu fehlen der DJK der zuletzt formstarke Aufbauspieler Sebastian Fritsch (krank) sowie Lukas Bieber und Alex Pöss (beide beruflich verhindert). Ebenso wahrscheinlich Coach Stefan Merkl, der dienstlich für den Bayerischen Basketball-Verband in Kassel im Einsatz ist. Für ihn springt sein Trainerteam ein.

Dennoch geht Neustadt optimistisch in die Partie gegen die ProB-Reserve der Dresden Titans. Die Hinrundenbegegnung gewann die DJK noch als Tabellenvierter klar mit 86:66. Doch Neustadt darf sich wahrscheinlich auf motivierte Sachsen einstellen, die sich mit einem Sieg aus der Regio verabschieden wollen.

"Die Trainingseinheiten schauen bisher gut aus, besser als in den Vorwochen", sagte Merkl vor dem Abschlusstraining. "Dresden spielt normal eine absinkende Mannverteidigung und liegt uns damit im Grunde eher als Bamberg." Das Team sei aber auch auf Zone vorbereitet. "Wir wollen uns dennoch primär auf uns selbst konzentrieren. 81 Punkte gegen Bamberg haben gezeigt, dass auch offensiv wieder mit uns zu rechnen ist. Die Formkurve zeigt nach oben", so Merkl, der auf die Unterstützung vieler mitgereister DJK-Fans hofft (Abfahrt 15:30 Uhr am Gymnasium Neustadt). Damit mit einem Erfolg wenigstens der unsichere zehnte Tabellenplatz sicher ist.

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