Update 17.02.2026 - 11:37 Uhr

Nach Silbertränen will Nolte Gold im Zweierbob

Vier Hundertstel fehlten zum Gold – jetzt setzt Nolte im Zweierbob alles auf Sieg. Wie Freundschaft und Teamgeist sie nach dem Silber-Drama antreiben.

Nach dem Millimeter-Krimi ohne Happy End im Monobob will sich Laura Nolte nun im Zweierbob ihr zweites Olympia-Gold holen. Mit ihrer Anschieberin Deborah Levi, mit der sie bereits vor vier Jahren in Peking Olympiasiegerin wurde, ist sie die Topfavoritin. „Debbie hat mir gesagt, dass sie superstolz auf mich ist und wir das Ding jetzt im Zweier rocken. Das gibt mir ein Supergefühl“, sagte Nolte einen Tag nach Silber bei einer Pressekonferenz. 

Nolte war am Montagabend als Führende in den vierten Lauf gegangen, musste sich dann aber um vier Hundertstelsekunden der Amerikanerin Elana Meyers Taylor (41) geschlagen geben. Levi hatte im Ziel auf ihre Freundin gewartet und sie umarmt. „Es ist schön, bei solch emotionalen Momenten eine Freundin und Teampartnerin dabei zu haben“, sagte Nolte. 

Nolte: „Deswegen sind wir auch oft unschlagbar“ 

Mit etwas Abstand kann Nolte auch ihre zweite olympische Medaille genießen, nachdem bei der Siegerehrung noch viele Tränen geflossen waren. Aufgefangen sie hat dann der Empfang im deutschen Haus, wo Familie und Freunde sie feierten. „Das war dann meine Siegerehrung. Sie haben mir gesagt, dass sie alle stolz auf mich sind und so kann ich es jetzt auch sehen“, sagte die 27-Jährige. Direkt nach dem Rennen hatte die Weltcup-Gesamtsiegerin noch von „verlorenem Gold“ gesprochen. 

Am Freitag und Samstag will sie nach vier Läufen ganz oben stehen und wie in Peking mit ihrer starken Anschieberin Levi jubeln. „Sie vertraut mir, ich vertraue ihr. Deswegen sind wir auch oft unschlagbar“, sagte Nolte.

„Hätten es auch zeitgleich machen können“

Im Zweierbob legt Nolte mit Kraftpaket Levi oft die Startbestzeiten hin. Dass im Monobob ihr nun ausgerechnet zwei Athletinnen mit 41 (Meyers Taylor) und 40 Jahren (Kaillie Armbruster Humphries) das Leben so schwer machten, hatte sie nicht erwartet. „Ja, echt krass, was Elana jetzt auch am Start nochmal gemacht hat, das ist auch sehr überraschend. Es gab kein einziges Weltcuprennen, in dem sie schneller war am Start als ich“, sagte Nolte über die Olympiasiegerin. Diese ist bei ihren fünften Winterspielen nach drei Silber- und zwei Bronzemedaillen am Ziel ihrer Träume angekommen. 

Nolte freute sich für Meyers Taylor: „Sie ist wirklich ein sehr netter Mensch, eine klasse Sportlerin und sie jagt ja auch schon lange das Gold. Aber dann hätten wir es ja auch zeitgleich machen können.“ Bronze ging acht Hundertstel hinter Nolte an die 40 Jahre alte dreimalige Olympiasiegerin Armbruster Humphries aus den USA.

© dpa-infocom, dpa:260217-930-696746/2

 
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