13.12.2020 - 18:58 Uhr
NürnbergSport

Der 1. FC Nürnberg gegen Würzburg mit dem Christkindl im Bunde

Auch wenn es in diesem Jahr offiziell kein Nürnberger Christkindl gibt, den himmlischen Beistand hat der 1. FC Nürnberg trotzdem. Beim Sieg im kleinen fränkischen Derby gegen die Würzburger Kickers zahlt sich eine Trainingsmaßnahme aus.

Glücksmoment in letzter Minute: Asger Sörensen (Mitte) jubelt mit seinen Kollegen über sein Siegtor für den 1. FC Nürnberg.
von Josef Maier Kontakt Profil

Normalerweise hat bei Heimspielen im Advent das Nürnberger Christkindl immer seine großen Auftritte im Max-Morlock-Stadion. Die Stimmung ist glühweintrunken, die Fans sind selig, wenn die Figur mit dem lockigen Haar durch die Reihen wandelt.

Zweiter Sieg in Folge

Auf himmlischen Beistand, notfalls in letzter Minute, kann sich der 1. FC Nürnberg anscheinend auch in Coronazeiten und damit ohne Christkindl im Stadion verlassen. Im kleinen fränkischen Derby gegen die Würzburger Kickers bescherte das Team von Trainer Robert Klauß die Fans daheim vor dem Fernseher vorzeitig. Mit 2:1 (1:0) feierte der Club in der 2. Bundesliga den zweiten Sieg in Folge und schiebt sich ins Mittelfeld vor.

Das Geschenk von drei Punkten haben die Nürnberger einem zu verdanken, der weniger für Tore zuständig ist. Innenverteidiger Asger Sörensen rammte den Ball in der Nachspielzeit nach einer Geis-Ecke in den Torwinkel. Der Torschütze hörte sich danach so an, als wär' das selbstverständlich: "Wir haben das im Training schon 10 000 Mal geübt, schön, dass er endlich reingeht." Manuel Schäffler bekommt dieses Üben der Standardsituation während der Woche immer mit: "Im Training machen wir da viele Tore. Nur gut, dass wir uns heute auch mal dafür belohnen."

Der Mittelstürmer hatte die Nürnberger in der ersten Hälfte nach einer der seltenen flüssigen Aktionen über Hanno Behrens, Enrico Valentini und der Kopfballvorlage von Felix Lohkemper mit 1:0 (36.) in Führung gebracht. Verdient, doch der Club kam spröde aus der Kabine, und nach dem Ausgleichstreffer (56.) durch den Ex-Nürnberger Dominic Baumann stellte Schäffler treffend fest: "Zwischenzeitlich hätte das Spiel in beide Richtungen kippen können."

Der Spielbericht der Nürnberger zum großen Derby

Nürnberg

Dass die Partie auf die Nürnberger Seite kippte, freute Trainer Klauß, er sagte aber auch: "Mit der Art und Weise sind wir nur eingeschränkt glücklich." Man habe nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Der Club hatte auch ein bisschen Glück, etwa als Baumann (45.+1) den Ball an den Pfosten geköpft hatte. Mit einem Pfosten-Streichler war aber auch FCN-Stürmer Schäffler (69.) im Pech.

Mit Risiko doch noch zum 2:1

Gnädig stimmte Klauß eines: "Wie wir gegen den Ball gearbeitet haben, und wie wir mit Risiko auf den Siegtreffer gespielt haben, da bin ich zufrieden damit." Das Siegtor fiel ja dann auch noch. Das Christkindl hatte an diesem Nachmittag kein lockiges Haar - und trug das Club-Trikot mit der Nummer 4.

Mit der Art und Weise sind wir nur eingeschränkt glücklich.

Club-Trainer Robert Klauß nach dem 2:1-Sieg gegen die Würzburger Kickers

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