29.11.2020 - 15:29 Uhr
NürnbergSport

2:3 im Frankenderby: 1. FC Nürnberg unterliegt Greuther Fürth

Nach neun Spielen und einem verdienten Derbysieg klettert das Kleeblatt aus Fürth an die Tabellenspitze. Wieder einmal zieht der 1. FC Nürnberg im Duell der Erzrivalen mit 2:3 den Kürzeren.

Das Kleeblatt aus Fürth gewinnt das 267. Frankenderby mit 3:2 gegen den 1. FC Nürnberg. Das ist nicht nur ein Fingerzeig, wer die Nummer 1 in Franken ist, sondern die Grün-Weißen stehen nun auch ganz vorne in der Tabelle der 2. Liga.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Nürnbergs Johannes Geis hatte es gesagt: Das fränkische Derby sei ein ganz besonderes Spiel. Bei der 267. Auflage sollte es sogar ein besonders Turbulentes werden. Nach gerade einmal acht Minuten stand es 1:1. Die Schlussphase wurde richtig hitzig. Wären Zuschauer auf der Tribüne des Max-Morlock-Stadions erlaubt gewesen – sie hätten für die entsprechend lautstarke Reaktion gesorgt.

Der Club hat Waffen, um das Kleeblatt zu schlagen

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Für den ersten Herzstillstand bei Fans dürfte Havard Nielsens frühe Führung für das Kleeblatt gesorgt haben (3.). Aber der FCN reagierte umgehend: Robin Hacks wunderbares Zuspiel im grün-weißen Strafraum traf Manuel Schäffler am Kopf und der traf wiederum zum 1.:1 (8.). „Wir sind nach dem Rückstand schnell zurückgekommen“, lobte Trainer Robert Klauß. Aber: „Dann kassieren wir das 1:2, wo wir – wie oft in den ersten 60 Minuten – nicht gut in den direkten Duellen waren.“

Das 1:3 ein „Wirkungstreffer“

Das Kleeblatt blieb giftig, kombinierte sich durch die teilweise löchrigen Reihen oder profitierte vom teils schlampigen Abspiel der Nürnberger. Wieder durfte jener Norweger Nielsen, völlig ohne Gegenwehr, zum Abschluss aus gut 20 Metern kommen (37.). Der Club stellte dann nach der Pause auf eine Viererkette um. Nikola Dovedan kam für Fabian Nürnberger. „Wir kassieren direkt das 1:3. Das war ein Wirkungstreffer, danach sind wir getaumelt und hatten Glück, nicht noch ein Gegentor zu bekommen“, sagt Klauß.

Die Einschläge der Fürther wurden härter: Julian Green drosch den Ball an die Latte (48.), eine Dreifach-Chance folgte mit Hgrota, Green und Seguin (51.). Das Abwehrverhalten beim Club war vogelwild, das Kleeblatt hätte mehr aus den Möglichkeiten machen müssen.

Über Robustheit und Kampf habe sich der Club dann noch einmal herangearbeitet und auch das Tor erzwungen, erklärte Klauß das Zustandekommen des 2:3. Sarpei rutschte im Strafraum weg, was Dovedan aus wenigen Metern mit dem Anschlusstreffer ausnutzte (78.).

Beim 267. fränkischen Derby schenken sich die beiden Mannschaften vom 1. FC Nürnberg und Greuther Fürth nichts.

Dreimal Schleusener

Die Nürnberger waren jetzt hellwach, machten Druck. Relegationsheld Fabian Schleusener hatte drei dicke Möglichkeit am Fuß beziehungsweise am Kopf (83., 90., 90.+3). „Wenn man ein bisschen mehr Glück hat, machen wir das 3:3“, sagte ein sichtlich geknickter Schäffler. Aber auch Klauß musste sich eingestehen: Man hatte zwar die Chance auf ein Unentschieden, doch „es war ein verdienter Fürther Sieg“. Ein Sieg, der die Vormachtsstellung in Franken deutlich gemacht hat und das Kleeblatt an die Tabellenspitze katapultierte.

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