14.08.2021 - 15:29 Uhr
NürnbergSport

1. FC Nürnberg: Per Kopf ins Glück

Der 1. FC Nürnberg hat am dritten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga den ersten Saisonsieg gefeiert. Gegen Fortuna Düsseldorf gab es vor über 12000 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion ein 2:0. Ein Neuzugang traf bei seinem Liga-Debüt.

Club-Angreifer Dennis Borkowski (links) versucht sich an einem Torabschluss, scheitert aber am Düsseldorfer Rouwen Hennings, der im eigenen Strafraum aushilft.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Christopher Schindler war am hochsommerlichen Samstagnachmittag der gefeierte Held des 1. FC Nürnberg. Der Neuzugang von Huddersfield Town köpfte nach knapp einer Stunde zum vorentscheidenden Treffer beim 2:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf ein. Nach zwei Remis zum Saisonauftakt kannte der Jubel im Frankenland über den ersten Saisonsieg keine Grenzen. Dabei hatte die Partie gar nicht so verheißungsvoll begonnen.

Über die erste Halbzeit könnte man auch getrost den Mantel des Schweigens hüllen, oder eine schon viel zu oft gebrauchte Fußballfloskel bemühen: Beide Teams neutralisierten sich. Gegen den Ball ganz passabel, doch wenn Ideen mit Ball gefragt waren, zeigten sich sowohl der Club als auch die Fortuna überfragt. Gut, es war relativ warm, aber ein bisschen mehr Tempo, Esprit oder Torabschlüsse hätten es schon sein dürfen. Das torlose Remis zur Pausen-Abkühlung entsprach tatsächlich dem Spielverlauf. So blieb ausreichend Zeit, sich an der Stimmung der 12 361 Zuschauer zu erfreuen. Es war fast in Vergessenheit geraten, wie elektrisierend ein auch nur zum Teil gefülltes Fußballstadion sein kann. Oder der Blick fiel auf die Ordner, die mit Schildern durch die Reihen gingen, auf denen "Abstand halten" geschrieben stand. Die Corona-Regeln, da war ja was. Derweil machten sich auch die Auswechselspieler nützlich und deckten die Plexiglas-Überdachungen der Ersatzbänke mit Handtüchern und Matten ab. Darunter wurde es wohl brütend heiß. Wenn die Deutschen etwas können, dann ist es der korrekte Einsatz von Handtüchern. Für all diese Beobachtungen gab es in einer ereignislosen ersten Hälfte genügend Freiraum. Doch nun, zurück zum Sport.

Und als hätten die Akteure in der Halbzeit diese Zeilen gelesen, war mit Wiederbeginn sofort richtig Feuer drin. Fast so, als hätten sich alle ihre ganze Power für den zweiten Durchgang aufgespart. Initialzündung war der Premierentreffer von Club-Innenverteidiger Christopher Schindler bei seinem Liga-Debüt. Nachdem er einen Geis-Freistoß eingenickt hatte (58.), brannten einige Sicherungen durch. Fortuna-Abwehrkante Klarer checkte Mats Möller Daehli über die Außenlinie, das gesamte Nürnberger Trainerteam kam wie von Sinnen angesprintet und löste eine veritable Rudelbildung samt Schubsereien und Austausch verbaler Nettigkeiten aus. Zweimal Gelb war die Folge: für Klarer und die Nürnberger Bank – sieht man auch nicht alle Tage. Aber, der Club führte und strebte dem ersten Saisonsieg entgegen. Und dieser gelang in einer hektischen Schlussphase dank einer konsequenten Defensivleistung. Das Sahnehäubchen war das 2:0 weit in der Nachspielzeit durch einen Foulelfmeter von Kapitän Enrico Valentini.

Kollege Josef Maier beurteilte die neue Mannschaft des 1. FC Nürnberg nach dem 1. Spieltag

Nürnberg
Statistik:

1. FC Nürnberg – Fortuna Düsseldorf 2:0 (0:0)

  • Nürnberg: Mathenia - Valentini, Sörensen, Schindler, Handwerker - Geis (65. Tempelmann), Duman (65. Nürnberger), Krauß (87. Fischer), Möller Daehli (79. Dovedan) - Schäffler (46. Shuranov), Borkowksi
  • Düsseldorf: Kastenmaier - Zimmermann (87. Oberdorf), Klarer, Nedelcu, Hartherz - Klaus (87. Iyoha), Appelkamp (71. Narey), Prib, Peterson (59. Piotrowski) - Hennings, Kownacki (59. Shipnoski)
  • Tore: 1:0 (58.) Christopher Schindler, 2:0 (90.+6/Foulelfmeter) Enrico Valentini - SR: Robert Schröder (Hannover) - Zuschauer: 12361
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