26.07.2021 - 18:58 Uhr
NürnbergSport

Zeugniswoche - viele Dreier beim 1. FC Nürnberg und ein mit Abstand Klassenbester

Fünf Wochen haben sie fleißig geübt, trainiert, gelernt. Am Sonntag konnten sich die Kicker des 1. FC Nürnberg gegen Aue erstmals ihren Fans präsentieren. Es war ein durchwachsener Auftakt - mit Lichtblicken.

Mats Möller Dähli (links) war auch am Sonntag gegen Erzgebirge Aue bester Nürnberger. Der Norweger kam vor einem halben Jahr vom KRC Genk, wurde im Sommer für 1,5 Millionen Euro Ablöse fest verpflichtet.
von Josef Maier Kontakt Profil

Zeugniswoche in Bayern: Die Schüler sind am Donnerstag dran, die Spieler des 1. FC Nürnberg schon jetzt, nach dem 0:0 gegen Erzgebirge Aue. Nach der Vorbereiungszeit und der Nullnummer gegen die Sachsen, lässt sich schon etwas einschätzen, wer dem Club wie in der 2. Bundesliga helfen kann.

Torwart Christian Mathenia (29): Gegen Aue wurde er nicht groß gefordert. Wenn er gefordert wurde, war er zur Stelle. Der Mainzer, seit 2018beim Club, wird auch weiterhin ein solider Keeper mit kleinen Fehlern sein. Ein Spiel allein gewinnt er nicht. Note: 3

Innenverteidiger Florian Hübner (30): Der Neuzugang von Union Berlin war gegen Aue der Abwehrorganisator. Gut in der Luft, ist sich nicht zu schade, den Ball auch mal wegzudreschen. Kann auch das Spiel eröffnen, der Schnellste ist er aber nicht. Note 3 plus

Innenverteidiger Asger Sörensen (25): Solide gegen Aue, aufmerksam, keine großen Aktionen nach vorne. Der Däne ist weiterhin kein Stammspieler. Der lange verletzte Neuzugang Christopher Schindler wird ihn wohl bald verdrängen. Note: 3

Rechtsverteidiger Enrico Valentini (32): Der Kapitän und Oldie im Team legte auch gegen Aue immer wieder den Vorwärtsgang ein. Defizite in der Schnelligkeit gleicht er oft durch Stellungsspiel aus. Gegen Aue hatte er wieder einmal viele Möglichkeiten zu flanken. Es kam nicht viel heraus. Note: 3 minus

Linksverteidiger Tim Handwerker (23): Das Pendant zu Valentini, auch immer wieder emsig nach vorne. Wenn es aber ans Flanken oder um den letzten Pass geht, wird viel kaputtgemacht. Da verschenkt der Club viel zu viel. Note: 3 minus

Johannes Geis (27): Der Sechser wirkt viel fitter als vergangene Saison, ging gegen Aue das Tempo mit. Gut sind seine Seitenverlagerungen. wenn aber die Freistöße, wie am gegen Aue fehlen, strahlt er kaum Torgefahr aus. Er muss in dieser Saison funktionieren. "Insgesamt ist es ein viel besseres Gefühl als letzte Saison", sagte er nach dem Aue-Spiel. Note: 2 minus

Tom Krauß (20): Die Leihgabe aus Leipzig, halbrechts im Mittelfeld zu Huase, hat sich entwickelt. Nicht mehr so überhastet und ungestüm, wie noch vergangene Saison. Gegen Aue kam er trotzdem nicht in den Lauf. Fleißig ja, effektiv nein. Note: 3 minus

Fabian Nürnberger (21): Der Halblinke im Mittelfeld war gegen Aue, im Gegensatz zu Spielen der Vorsaison, kein Aktivposten. Einige schlechte Zuspiele, verlor auch mal in einer ganz gefährlichen Position den Ball. War schon mal besser drauf. Note: 4

Mats Möller Daehli (26): Der Mann hinter den Spitzen, seit Winter in Nürnberg, war eigentlich überall. Der Norweger ist derzeit "Klassenbester" beim Club. Seine schnellen, kurzen Haken, sein Geschick im Zweikampf und sein Blick für die Mitspieler. Der Club steht nicht unbedingt im Ruf, gut mit Geld umgehen zu können. Diese 1,5 Millionen Ablöse an Genk sind bestens angelegt. Note: 2 plus

Erik Shuranov (19): Der junge, bullige Stürmer hatte gegen Aue nicht den Platz, den er braucht. Dennoch war er vor allem zu Beginn gut unterwegs und vergab nach gut einer halben Stunde auch die klarste Chance der Nürnberger. Taucht noch zu oft ab. Note: 3 minus

Dennis Borkowski (19): Shuranovs Sturmkollege ist der bessere Techniker - und zeigt das auch immer wieder. Gegen Aue wurde er in Hälfte zwei zunehmend zum Pechvogel. Erst ein schlechtes Abspiel in aussichtsreicher Position, ein schlechter Abschluss und dann Pfiffe der Fans - die Nerven flatterten. Dennoch sollte Trainer Robert Klaus auf Borkowski und Shuranov setzen. Note: 3

Manuel Schäffler (32): Der erfahrene Stürmer wurde nach knapp einer Stunde eingewechselt. Von seiner Torgefahr aus seiner Zeit beim SV Wehen ist er weit entfernt. Die erhofften Impulse konnte er gegen Aue nicht bringen. Vorerst wohl kein Stammplatzkandidat. Note: 4

Robin Hack (22): Stammplatzkandidat ist wohl auch der leichtfüßige Robin Hack nicht. Auch er kam erst nach einer Stunde aufs Feld. Der ehemalige U21-Nationalspieler entwickelt sich nicht weiter. Auch gegen Aue mit vielen Dribblings ohne große Durchschlagskraft. So ist die Bundeliga ganz weit weg für ihn. Note 4

Nikola Dovedan (27): Der Österreicher kam eine Viertelstunde vor Schluss und sollte nochmals für Kreativität sorgen. Aber der Ex-Heidenheimer kommt in Nürnberg einfach nicht zurecht. Kredit beim Publikum hat er ohnehin nicht. Note: 4 minus

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