13.06.2020 - 15:17 Uhr
NürnbergSport

Derbypleite: Fürth tackert 1. FC Nürnberg im Tabellenkeller fest

Jetzt wirds richtig eng: Von der SpVgg Greuther Fürth gab es keine Nachbarschaftshilfe im Abstiegskampf. Und am Dienstag wartet auf den Club schon ein vorentscheidendes Duell in der 2. Bundesliga.

Ein verzweifelter Club-Trainer Jens Keller am Spielfeldrand.
von Josef Maier Kontakt Profil

Mit einer Nullnummer wie im Hinspiel wäre er schon zufrieden gewesen, doch der 1. FC Nürnberg verlor am Samstag das Frankenderby zu Hause gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 0:1 und bleibt damit Tabellen-15. David Raum machte nach knapp einer Stunde den entscheidenden Treffer für die Gäste. Und am Dienstag steht für den Club schon die Partie beim Tabellen-16. SV Wehen, der in Kiel siegreich war, auf dem Programm. Dann droht dem Bundesligaabsteiger endgültig der Absturz auf den Relegationsplatz der 2. Bundesliga.

Ein sichtlich angefressener Enrico Valentini brachte die Club-Misere auf den Punkt: "Wir schließen einfach schlecht ab und sind hinten zu instabil." Kapitän Hanno Behrens gab zu, dass die Abstiegssituation die Mannschaft schon belaste: "Natürlich ist viel Druck da."

Der Club agierte im Derby ohne Mumm und Esprit. Es gab kaum durchdachte Spielzüge, wenig Zug zum Tor. Vieles blieb wieder einmal dem Zufall überlassen. In der Offensive versuchte es Trainer Jens Keller nach gut einer Stunde mit der Einwechslung der beiden Mittelstürmer Michael Frey und Adam Zrelak. Die beiden brachten nicht eine vernünftige Aktion zustande. Vorher bleib Mikael Ishak genauso wirkungslos. Die agilsten Clubberer waren noch die Mittelfeldspieler Hanno Behrens und der Raigeringer Patrick Erras. Aber auch sie zielten zu ungenau.

Der Spielbericht vom vergangenen Spieltag gegen Bochum

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In der ersten Hälfte war das Derby ein gemächlicher Sommerkick. Die Fürther waren die spielerisch bessere Mannschaft, der Club wurde nur dann gefährlich, wenn er blitzschnell nach vorne spielte. Blitzschnelligkeit gab es allerdings nicht allzu oft. Drei Mal kam Robin Hack einigermaßen zum Abschluss. Doch weder per Kopf noch mit seinem rechten Fuß hatte er den richtigen Dreh raus. Ansonsten hatten die Abwehr-Oldies der Gäste, Mergim Mavraj und Marco Caligiuri, alles im Griff. Nach vorne gelang den Fürther trotz größerem Ballbesitz allerdings auch nicht viel.

Etwas forscher ging es im zweiten Abschnitt zur Sache. Enrico Valentini hätte fast ein Zufallsding zur 1:0-Führung für den Gastgeber genutzt. Auf der Gegenseite stieg Sebastian Ernst nach einem Freistoß am höchsten, verpasste das Tor aber knapp.Viel besser machte es in der 55. Minute der eingewechselte David Raum, der eine Flanke von Julian Green per Kopf versenkte. Enrico Valentini hatte zuvor den Fürther aus den Augen verloren. Der Club wurde nun zwar offensiver, aber Erras und Behrens hatten nur Halbchancen. Bei Felix Lohkemper rettete Fürth-Keeper Sascha Burchert. Und so war am Ende die volle Enttäuschung beim Club perfekt.

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