21.06.2021 - 20:23 Uhr
NürnbergSport

Heißer Trainingsauftakt beim 1. FC Nürnberg: Der Club immer noch ein "großer Name"

Einen Tag nach dem SSV Jahn Regensburg hat auch der 1. FC Nürnberg das Training aufgenommen. Dabei wird klar: Trainer Klauß setzt vor allem auf zwei Neuzugänge.

Club-Trainer Robert Klauß (rechts) mit den Neuzugängen (stehend von links) Christopher Schindler, Carl Klaus und Florian Hübner sowie (knieend von links) Taylan Duman, Lino Tempelmann und Kilian Fischer.
von Josef Maier Kontakt Profil

Die erste Entscheidung des 1. FC Nürnberg in der neuen Fußball-Saison war schon mal eine total richtige: Die Verantwortlichen hatten den Trainingsauftakt der Profitruppe auf Platz 6 des Vereinsgeländes am Valznerweiher gelegt. Dort stehen am Rand ein paar Bäume, die den Fans am Montag wenigstens etwas Schatten spendeten. Ja, auch beim Club ist nach einer zuschauerlosen Spielzeit zumindest wieder etwas Normalität eingekehrt, 100 Anhänger waren zum Auftakt zugelassen, was auch Trainer Robert Klauß richtig freute. "Für mich ist es ja der erste Auftakt mit Fans." Ein ganz anderes Gefühl sei das, sagte der junge Coach: "Wir wollen den Fans so viel zurückgeben, die mussten auf so viel verzichten."

Manchmal war es in der vergangenen Saison aber gar nicht so schlecht, dass keine Zuschauer da waren. Bis ins Frühjahr hinein bewegte sich der Club immer am Rande der Abstiegszone, bot auch Spiele zum Grausen, erst in den letzten Spielen zeigte die Mannschaft ihr positives Gesicht. Am Ende habe man zufrieden sein können, meinte Klauß: "Insgesamt spiegelt die Saison aber in der Summe nicht, was unser Anspruch ist."

Das war es aber mit dem Blick zurück. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", sagte Sportvorstand Dieter Hecking bereits zum Auftakt. Während viele Konkurrenten noch an ihren Kadern basteln, steht beim Club das Aufgebot. Nur auf der Abgangsseite könne sich noch etwas tun, meinte Klauß. Der Kader sei schon groß. Das war auch am Montag zu sehen. Kontinuierliches Arbeiten ist mit so einer großen Spielerzahl kaum möglich. Bei den neuen haben die Mittelfranken aber alles zusammen. Und da erwartet der Coach vor allem von den erfahrenen Christoper Schindler (Huddersfield Town, vorher 1860 München) und Florian Hübner (Union Berlin) einiges. "Sie sind sehr erfahren und sollen die Mannschaft führen", formuliert Klauß seine Erwartungen. Gut möglich, dass die beiden die künftige Innenverteidigung bilden. Auch Lino Tempelmann (SC Freiburg), Kilian Fischer (Türkgücü München), Taylan Duman (Borussia Dortmund II) und Torwart Carl Klaus (Darmstadt 98) waren zum Auftakt dabei. Schindler sagte, dass er nach seiner schweren Knieverletzung noch etwas brauche: "Ich hatte ein halbes Jahr kein Mannschaftstraining. Aber dem Knie geht's gut."

Auch der gebürtige Münchner freut sich auf die Zweitliga-Saison mit Werder Bremen, Schalke 04, Hamburger SV, Fortuna Düsseldorf und anderen Kalibern. da ist auch Sportvorstand Hecking gespannt. "Es ist von den Namen her sicherlich die attraktivste zweite Liga bisher." Und dann schränkt er ein: "Ob sie das sportlich auch ist, wird sich zeigen." Schindler auf jeden Fall nennt noch ein Team, das für Würze im deutschen Unterhaus sorgt: "Zu den großen Namen zähle ich auch den 1. FC Nürnberg."

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