08.07.2020 - 16:23 Uhr
NürnbergSport

Liga-Retter mit Stallgeruch? FCN-Trainer Wiesinger bremst Euphorie um Fabian Nürnberger

Es sind die beiden ersten Profitore für Fabian Nürnberger, der aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum kommt: Und sie sind so wichtig für den 1. FC Nürnberg, der in der 2. Liga bleiben will. Doch Trainer Wiesinger bremst die Lobeshymnen.

Da kann man seine Erleichterung schon mal laut in die Welt hinaus schreien: Gleich zweimal hat der junge Fabian Nürnberger gegen den FC Ingolstadt getroffen. Es sind seine beiden ersten Profitore.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Alles hätte er in der Kürze der Zeit nicht auf den Kopf stellen können. Das hat Nürnbergs Interimscoach Michael Wiesinger vor dem ersten Aufeinandertreffen in der Relegation gegen den FC Ingolstadt angekündigt. Was seine Startelf aber betrifft, hat es der 47-Jährige trotzdem kräftig rotieren lassen: Gleich fünfmal wechselte er auf den Positionen. Die positivste Änderung dürfte die Hereinnahme des 20-jährigen Fabian Nürnbergers gewesen sein. Wiesinger hatte ein glückliches Händchen, wie das 2:0 am Ende der Partie dessen Pläne bestätigte.

1. FC Nürnberg dominiert Drittligist Ingolstadt im Relegationshinspiel

Nürnberg

Neue Position unter Wiesinger

Der Youngster machte zuletzt unter Ex-Trainer Jens Keller im Zentrum eher einen unglücklichen Eindruck. Jetzt katapultierte ihn Wiesinger auf die linke Außenbahn.

Eine Entscheidung, die der Trainer im Laufe der Woche fällte. Fabian sei ein Spieler, der sich gut in den Zwischenräumen bewegen könne. "Wenn er den Ball am linken Fuß hat, trifft er die lange Ecke", schwärmt Wiesinger. Für den Trainer ein klassischer Außenspieler. "Wahrscheinlich, weil ich selber so einer war."

Nürnberger sei ein Junge, der das Herz am rechten Fleck trage, sagt Wiesinger, der nach der Relegation unbedingt wieder die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) beim Club übernehmen möchte. Er schiebt aber auch gleich mit etwas Stolz nach: "Fabian ist einer aus unserer Garde. Er kam aus dem NLZ."

Warum sollte er Nürnberger, der 11,3 Kilometer Laufleistung in dem Spiel abspulte, also nicht auf einer Position aufstellen, "wo er seine Fähigkeiten einsetzen kann"?, fragt Wiesinger. Was Nürnbergers Werte ansonsten angeht, wird deutlich, dass der 20-Jährige genauso oft aufs Tor schoss wie der Gegner aus Oberbayern insgesamt, nämlich fünfmal. Nürnberger zeigte sich am Dienstagabend flink, stets anspielbar und immer den Abschluss suchend. Doch Wiesinger tritt auf die Bremse.

Kein Hype um 20-Jährigen

"Fabian hat heute Gas gegeben. Jetzt lassen wir Jungen aber erst einmal wieder durchatmen." Von einem möglichen Hype um den Youngster will der 47-Jährige erst recht nichts von den Journalisten wissen. "Wir schauen, dass wir Fabian für Samstag erneut in die Spurt kriegen." Anpfiff in Ingolstadt ist wieder um 18.15 Uhr.

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