04.07.2018 - 21:51 Uhr
NürnbergSport

Tillman ein "spannendes Projekt"

Ein Bayern-Talent soll sich beim Club entwickeln - Köllner kennt Werdegang des U19-Nationalspielers genau

Die Neuzugänge des 1. FC Nürnberg (von links) Törles Knöll, Torwart Christian Mathenia, Trainer Michael Köllner, Kevin Goden und Timothy Tillman.
von Josef Maier Kontakt Profil

Nürnberg.(mr) Natürlich kennt er die Gegebenheiten in der Stadt. Er ist hier ja geboren. "Ich habe auch mal in Fürth gespielt", erzählt Timothy Tillman brav bei seiner Vorstellung und grinst dann: "Ich weiß nicht, ob man das in Nürnberg sagen darf." Darf man, denn seine "Kleeblatt"-Zeit ist ja schon etwas her. Jetzt geht es um die Zukunft des talentierten Spielers. Und an der will er in seiner Heimatstadt beim 1. FC Nürnberg basteln. Trainer Michael Köllner nennt das ein "spannendes Projekt". Bei diesem Spieler sei noch nichts ausgereift, "aber er ist hochveranlagt".

Sechs Tore für FC Bayern II

Tillman ist einer von bisher vier Neuzugängen des Bundesligaaufsteigers. Mit Torwart Christian Mathenia hat nur einer Bundesligaerfahrung (Darmstadt, HSV). Törles Knöll (HSV) und Kevin Goden (1. FC Köln) waren bisher nur absoluten Insidern bekannt. Bei Timothy Tillman ist das etwas anders. Er ist U19-Nationalspieler und gilt als eines der größten Talente hierzulande. In der vergangenen Saison machte er als A-Jugendlicher 31-Spiele für die Regionalliga-Elf des FC Bayern und schoss sechs Tore. "Da musste ich mich auch gegen starke Verteidiger durchsetzen", kontert Tillman Einschätzungen, er sei noch nicht robust genug. Bei den Münchenern sah er aber derzeit keine Chance, in den Kader des Rekordmeisters aufzurücken oder gar ein paar Minuten Spielzeit zu bekommen. Dennoch versprechen sich die Bayern sicherlich einiges von der Ausleihe zum Club.
"Ich sehe mich eher in der Zentrale", erklärt der hochaufgeschossene Mittelfeldspieler, der gleich mal Bedenken zerstreut, wenn einer von den Bayern komme, halte er sich für etwas besonderes. "Ich bin am Boden geblieben", sagt der 19-Jährige, dessen jüngerer Bruder in der U17 der Bayern spielt, forsch. "Ich habe auch eine gute Erziehung genossen." In Nürnberg konzentriert er sich jetzt voll auf den Profifußball, sein Abitur will er aber trotzdem später noch einmal nachholen.

Eine Frage treibt Köllner um

Den Schritt zum Club, den er nicht als Rückschritt sieht, hat er auch wegen Köllner gemacht. "Der Trainer wird mir weiterhelfen", ist sich der Spieler sicher. "Ich kenne ihn schon sehr lange", sagt Köllner., den bei Tillman nur eine Frage umtreibt: "Schaffen wir es ihn zu einem Topspieler zu machen?" Der Nutzen für die Aufstiegsmannschaft wäre immens. "Wenn uns das gelingt, wäre er ein gewaltiger Spieler für die Mannschaft", sinniert der Trainer. Wenn sie das in Nürnberg schaffen, werden sie in München wohl schnell hellhörig werden.

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