24.02.2026 - 17:29 Uhr

Nach Olympia-Aus: Herzoperation bei Biathlet Giacomel

Tommaso Giacomel wollte in seiner Heimat Olympiasieger werden. Das letzte Rennen bei den Winterspielen muss der Biathlet aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Nun gibt er den Grund bekannt.

Tommaso Giacomel musste sich einer Herzoperation unterziehen. (Archivbild) Bild: Hendrik Schmidt/dpa
Tommaso Giacomel musste sich einer Herzoperation unterziehen. (Archivbild)

Nach seinem Zusammenbruch beim Massenstart-Rennen der Olympischen Winterspiele hat sich Italiens Top-Biathlet Tommaso Giacomel einer Herzoperation unterziehen müssen. Wie der italienische Biathlon-Verband mitteilte, ist der minimalinvasive Eingriff erfolgreich gewesen. Am Donnerstag soll der 25-Jährige aus dem Krankenhaus in Mailand entlassen werden und in zwei Wochen eine weitere Kontrolluntersuchung haben. Anschließend könne er wieder mit dem normalen Training beginnen.

„Meine Saison ist vorbei. Enttäuscht“ schrieb Giacomel auf Instagram. Der Zweite im Gesamt-Weltcup verpasst damit die noch ausstehenden Wettbewerbe im finnischen Kontiolahti (5. bis 8. März), im estnischen Otepää (12. bis 15. März) sowie zum Saisonabschluss am Holmenkollen in Oslo (19. bis 22. März).

Giacomel hatte das Massenstart-Rennen in Antholz wegen gesundheitlicher Probleme aufgeben müssen. „Gleich nach dem zweiten Schießen hörte mein Körper irgendwie auf, richtig zu arbeiten und ich hatte wirklich Schwierigkeiten, zu atmen und mich zu bewegen“, hatte Giacomel damals zu einem Foto von sich aus dem Krankenhausbett geschrieben. Daraufhin musste er in der dritten Runde aussteigen und blieb am Streckenrand im Schnee sitzen. „Schlimmstes Gefühl, das ich bisher in meinem Leben erlebt habe“, schrieb er.

Verschiedene medizinische Untersuchungen

Wie der italienische Verband mitteilte, wurde Giacomel in der Klinik gründlich untersucht. Dabei seien sowohl eine Computertomographie als auch eine Magnetresonanztomographie sowie ein Belastungstest unauffällig gewesen. Eine anschließende elektrophysiologische Untersuchung habe eine Vorhofleitungsstörung erbracht, wegen der der Ablation genannte Eingriff notwendig war. 

Nach Silber zum Auftakt mit der Mixed-Staffel wollte Giacomel bei seinem Heimspiel in Südtirol auch in den Einzelrennen Medaillen gewinnen. Das misslang, obwohl er meist zu den Favoriten gehörte. Er werde auf jeden Fall bis zu den Winterspielen in vier Jahren in den französischen Alpen weitermachen. „4 Jahre verfliegen schnell und ich versuche es wieder in Frankreich“, hatte Giacomel angekündigt.

© dpa-infocom, dpa:260224-930-730566/1

 
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