13.01.2019 - 21:43 Uhr
PfreimdSport

Erst die Pfreimder Pleite, dann die Pfreimder Party

Überraschendes und Kurioses bei der Futsal-Endrunde: Mit so einem Einstieg in das Turnier haben die Hallenspezialisten und späteren Sieger aus Pfreimd wahrlich nicht gerechnet. Und die Nabburger gehen frisch geduscht in das entscheidende Spiel.

So sehn Sieger aus: Die Spvgg Pfreimd ist Kreismeister im Futsal.
von Josef Maier Kontakt Profil

Sie brauchen immer ein bisschen Anlaufzeit, doch dann schlagen sie richtig zu: Die Kicker der SpVgg Pfreimd holten sich am Sonntag in Roding den Titel des Futsal-Kreismeisters mit einem 2:0 im Finale gegen die SG Waldmünchen/Geigant. "Wir sind wie so oft schlecht ins Turnier gestartet", sagte Stürmer Bastian Lobinger, der bei Hallenturnieren auch als Trainer fungiert. Das erste Spiel in der Gruppenphase hatte die SpVgg Pfreimd schon fast sensationell gegen den TV Nabburg mit 0:1 verloren. "Aber dann sind wir noch richtig in Rollen gekommen, haben einige Tore schön herausgespielt." Die Überraschungsmannschaft des Turniers war sicherlich der Kreisklassist TV Nabburg, der Vierter wurde. Das Spiel um Platz 3 war nötig geworden, weil die SG Waldmünchen/Geigant - warum auch immer? - auf die Teilnahme bei den Bezirksmeisterschaften am kommenden Sonntag in Weiden verzichtet. Jetzt fährt neben den Pfreimdern der Drittplatzierte TB Roding in die Mehrzweckhalle ans Wasserwerk.

Die Nabburger hatten nur unglücklich das Finale verpasst. Vaclav Sklenar hatte im ersten Halbfinale gegen Waldmünchen den TV in Führung gebracht. Die Nabburger hatten weiter gute Möglichkeiten und auch Glück, als der Gegner nur den Pfosten traf. Doch kurz vor Schluss spielte der aufgerückte Waldmünchener Torwart einen Verzweiflungspass, der seinen Stürmer erreichte. Die SG glich aus und war auch im anschließenden Sechs-Meter-Schießen (3:1) cooler. "Auf den ersten Blick ist das ärgerlich, wird sind aber trotzdem total stolz auf unser Abschneiden", lobte TV-Trainer Walter Bauer seine Truppe. "Wir sind doch als absoluter Außenseiter hierhergefahren." Nachdem die Waldmünchener das Endspiel erreicht hatten, sagten, sie für die Bezirksmeisterschaften ab. Spielleiter Ludwig Held musste kurzfristig ein Spiel um Platz 3 anberaumen. "Bei uns standen da schon einige unter Dusche", erzählte Bauer. Abtrocknen, Trikot überziehen und nochmals raus aufs Parkett, hieß es für die TV-Kicker. "Aber bei uns war da die Luft raus", meinte Bauer und war ob der 1:5-Niederlage nicht böse. Das Finale gewannen die Pfreimder relativ unspektakulär mit 2:0 gegen Waldmünchen. Das einizig Spektakuläre war das Eigentor eines SG-Spielers zum 1:0, der seinen eigenen Keeper überraschte. Philipp Schön machte mit seinem Tor den 2:0-Endspielsieg der SpVgg perfekt.

Schon viel mehr Pfeffer war im Pfreimder Halbfinale gegen den TB Roding drin. "Den Rodingern wollten wir eigentlich aus dem Weg gehen", erklärte Lobinger und das Spiel zeigte warum: Der Süd-Bezirksligist war äußerst giftig unterwegs, hatte aber auch viele Ideen nach vorne. Lange liefen die Pfreimder einem Rückstand nach, ehe Bastian Lobinger mit einem wuchtigen Freistoß noch ausglich. Der Held des Spiels stand aber im SpVgg-Tor - Sebastian Reger hielt den entscheidenden Sechsmeter.

Schwarzhofen doch dabei

Finale - so weit wollte Georg Winkler gar nicht denken. Der neue Trainer des SV Schwarzhofen hatte trotzdem ein Ziel vorgegeben. "Wie wollten schon ins Halbfinale", sagte der Dürnsrichter. Und konstatierte: "Ziel nicht erreicht." Vor allem der Überraschungscoup der Nabburger gegen Pfreimd brachte Schwarzhofen in die Bredouille. "Gegen Nabburg hätten wir einfach siegen müssen und auch können", sagte er. Aber es reichte nur zu einem 1:1 und Gruppenplatz drei. "Für mich ging es in Roding aber auch darum, weiter meine Mannschaft kennenzulernen", zog Winkler trotzdem Positives aus der Endrunde. Schwarzhofen ist aber nächste Woche in Weiden dennoch dabei, denn als Meister der Futsal-Bezirksliga ist der SVS automatisch qualifiziert.

Nur eine Rote Karte

Spielleiter Ludwig Held fand, dass bei dem von Lotto Bayern und den Sparkassen gesponserten Turnier einiges los war. "Ich glaube, wir haben wirklich tolle Spiele gesehen", sagte er, und fügte an. "Auch wenn es manches Mal doch hektisch zuging." Damit meinte er wohl vor allem das Halbfinale Roding gegen Pfreimd. In diesem Spiel gab es auch die einzige Rote Karte des Turniers. Für Michael Prey vom späteren Sieger. Das störte bei den Pfreimdern an diesem Abend aber niemanden mehr.

Vaclav Sklenar (weißes Trikot) und seine Nabburger Teamkollegen überraschten in Roding nicht nur die Pfreimder. Bild: mr
Georg Winkler (vorne), neuer Coach des SV Schwarzhofen war mit dem Abschneiden nicht zufrieden. Bild: mr
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