01.10.2018 - 17:01 Uhr
PlößbergSport

"Wir sind wieder ein Dorfverein"

Der Saisonauftakt geht mit der Niederlage gegen den FC Weiden-Ost in die Hose. Doch mittlerweile ist der SV Plößberg in der Kreisliga Nord seit zehn Partien ungeschlagen.

Ganz locker und völlig entspannt: Plößbergs Trainer Harald Walbert (Mitte) instruiert seine Kicker ganz gelassen – kein Wunder bei der aktuellen Ungeschlagen-Serie des Kreisligisten
von Fabian Leeb Kontakt Profil

(fle) Harald Walbert zuckt mit den Schultern und wirkt ratlos. Auf die Frage nach den Gründen des derzeitigen Höhenflugs des SV Plößberg muss der Trainer, der in seiner fünften Spielzeit im Stiftland wirkt, passen. "Das wenn man immer so genau wüsste. Das ist bei Serien meistens so. Wenn's läuft, dann läuft's einfach - oder halt nicht. Das ist nicht immer erklärbar. Dazu gehört auch stets das nötige Quäntchen Glück."

Immerhin war der 2:1-Erfolg beim TSV Reuth das zehnte ungeschlagene Spiel in Serie für den ehemaligen Bezirksoberligisten - inklusive eines Erfolgs über die scheinbar unaufhaltsam gen Bezirksliga stürmende SpVgg Vohenstrauß. Und das obwohl der SVP die erste Begegnung mit 0:1 auf heimischem Platz gegen den FC Weiden-Ost in den Sand gesetzt hat. "Auch dieser Auftritt war nicht schlecht, ein Remis wäre drin gewesen. Aber seitdem greifen mehrere Rädchen eben gut ineinander", fügt der Trainer etwa das harmonierende Sturmduo Peter Tretter und Michael Sonnberger an.

Oder die jungen Nachrücker, die "einen gewaltigen Sprung nach vorn" gemacht haben und namhafte Abgänge vergessen lassen. "Und letzten Endes setzt sich unsere Mannschaft - mit ganz wenigen Ausnahmen - wieder aus Einheimischen zusammen. Wir sind wieder ein Dorfverein ohne auswärtige oder tschechische Spieler."

Und da kommt das Spitzenspiel gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn SC Kirchenthumbach am Kirchweih-Samstag scheinbar gerade zur rechten Zeit. Das bisherige Abschneiden in direkten Duellen mit den anderen Teams aus der Tabellenspitze stimmt Walbert zuversichtlich. "Da haben wir meist gut ausgesehen. Wir ließen eher gegen Anadoluspor, Kemnath oder Tremmersdorf Federn - allesamt Teams aus dem Tabellenkeller." Gegen dieses Trio spielte Plößberg "nur" unentschieden.

"Aber auch das kommende Spiel gegen Kirchenthumbach ist für mich noch nicht richtungsweisend." Von allzu forschen Saisonzielen will Walbert aber ohnehin noch nichts wissen. "Wir sind relativ locker, die Saison dauert noch lang. Ich sehe uns auf einer Stufe mit Teams wie Dießfurt, Weiden-Ost oder eben auch Kirchenthumbach."

Er setzt einen anderen Fokus: "Mir ist es wichtig, dass wir schönen Fußball bieten, diszipliniert auftreten und von Verletzungen verschont bleiben. Dann wird schon was rausspringen." Wenn seine Truppe weiter derart konstant auftritt, erscheint zumindest der Sprung in die lukrative Bezirksliga-Relegation realistisch.

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