08.08.2019 - 13:38 Uhr
PoppenrichtSport

Vor 25 Jahren: Club-Schützenfest in Michaelpoppenricht

Thomas Helmer schießt gegen den 1. FC Nürnberg sein berühmtes Phantomtor. Das Spiel wird wiederholt, der Club kassiert eine 0:5-Klatsche – und muss deshalb aus der Bundesliga absteigen. Frustgeladene Franken kommen in die Oberpfalz ...

Vor der Partie stellten sich die Spieler des Zweitligisten 1. FC Nürnberg (rote Trikots) mit Trainer Rainer Zobel (hinten links) zum Erinnerungsbild mit den Akteuren des SV Michaelpoppenricht.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Für die Profis des 1. FC Nürnberg war der 9. August 1994 ein ganz normaler Tag in der Saisonvorbereitung, für die Spieler des SV Michaelpoppenricht ein unvergesslicher. Wenige Tage vor dem Auftaktspiel in der C-Klasse (heutige A-Klasse) kam der Club zu einem Testspiel.

Die Nürnberger, nach dem berühmten Phantomtor des Müncheners Thomas Helmer und dem verlorenen Wiederholungsspiel gegen die Bayern gerade unglücklich aus der Bundesliga abgestiegen, hatten ihr Gastspiel am "Drei-Mohren-Hügel" dank eines gemeinsamen Sponsors kurzfristig zwischen zwei Tests gegen die SpVgg Vohenstrauß und eine Auswahl der Vereinigten Arabischen Emirate eingeschoben. 1500 Zuschauer kamen an jenem Dienstagabend und erlebten mit, wie sich die Mannschaft von Club-Trainer Rainer Zobel den Frust von der Seele schoss. Die war mit Ausnahme des verletzten Thomas Brunner in Bestbesetzung angetreten, mit dem ehemaligen DDR-Nationaltorhüter Perry Bräutigam, mit Michael Wiesinger, Jürgen Kramny, Rainer Zietsch und Frank Baumann, Andre Gohlke, Sergio Bustos und Hans-Jörg Criens. Im Vier-Minuten-Takt musste SVM-Schlussmann Robert Hammer den Ball aus dem Netz holen, zur Pause stand es schon 12:0, in der zweiten Hälfte waren die Nürnberger dann etwas gnädiger und ließen es bei einem 19:0 bewenden. Ein gutes Omen war das Schützenfest für den 1. FC Nürnberg nicht. In der darauffolgenden Saison musste er erneut um den Klassenerhalt bangen und rettete sich als Tabellenfünfzehnter vor dem Absturz in die Regionalliga. In 34 Spielen schoss der Club damals 38 Tore - gerade einmal doppelt so viel wie in den 90 Minuten in Michaelpoppenricht.

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