Köln
11.09.2026 - 20:15 Uhr

Protest für Regionalliga-Reform: Fußballer stehen still

Auch in der 3. Liga wird jetzt für eine Regionalliga-Reform im deutschen Fußball protestiert. Beim Freitagabend-Spiel zwischen Köln und Rostock stellten beide Teams nach dem Anpfiff das Spielen ein.

Die Spieler des FC Hansa Rostock protestierten kurz nach dem Anpfiff. (Archivbild) Bild: Bernd Wüstneck/dpa
Die Spieler des FC Hansa Rostock protestierten kurz nach dem Anpfiff. (Archivbild)

Die Drittliga-Fußballer von Viktoria Köln und Hansa Rostock haben mit einer Art Warnstreik für die Umsetzung der Regionalliga-Reform im deutschen Fußball protestiert. Im Freitagabendspiel der 3. Liga blieben alle 22 Spieler für 30 Sekunden stehen, nachdem die Rostocker den Anstoß ausgeführt hatten. Parallel dazu wurden im Hansa-Fanblock zahlreiche Plakate hochgehalten, auf denen Parolen wie „Aufwachen allein reicht nicht“ standen.

Seit Jahren wird darüber diskutiert, die aktuell fünf Regionalliga-Staffeln so zu reformieren, dass am Ende einer Saison alle Viertliga-Meister in die 3. Liga aufsteigen können. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kündigte noch für dieses Jahr einen außerordentlichen Bundestag am 18. Dezember an, um ein neues Modell zu beschließen.

Favorisiert wird das sogenannte Kompassmodell. Danach sollen vier Staffeln mit jeweils 20 Mannschaften gebildet werden, die in jeder Saison nach geografischen Gesichtspunkten zusammengestellt werden.

Auch Viktoria Köln und der FC Hansa treten für dieses Modell ein. Clubs aus der Regionalliga Nordost wollen bei ihren Spielen künftig extra T-Shirts tragen, auf denen ebenfalls für eine Reform protestiert wird („Meister müssen aufsteigen“ und „Kompassmodell umsetzen“). Das berichtet die „Bild“-Zeitung.

© dpa-infocom, dpa:260911-930-672456/1

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