02.03.2021 - 16:28 Uhr
RegensburgSport

Acht Coronafälle beim SSV Jahn Regensburg

Langsam kommt etwas Licht ins Corona-Dunkel beim Oberpfälzer Fußball-Zweitligisten. Bei mindestens vier Fällen aus dem Umfeld des Teams handelt es sich um eine Infektion mit einer gefährlichen Virus-Mutation.

Neben Jahn-Cheftrainer Mersad Selimbegovic haben sich auch weitere Personen im Umfeld der Mannschaft mit der britischen Coronavirus-Mutation infiziert.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Das abgesagte Pokal-Viertelfinale zwischen dem SSV Jahn Regensburg und dem SV Werder Bremen schlägt weiter hohe Wellen. Mittlerweile ist bekannt, dass es sich um insgesamt acht positive Coronatests (inklusive Cheftrainer Mersad Selimbegovic) im Umfeld des Regensburger Zweitligisten handelt, die am Montag zur Quarantäne-Anordnung für die gesamte Mannschaft sowie Trainer- und Betreuerteam geführt haben. In vier Fällen wurde eine Infektion mit der britischen Virus-Mutation B 117 nachgewiesen, die Ergebnisse der vier anderen Fälle stehen noch aus. Dies ergaben Recherchen der ARD-Sportschau.

"Bei der durchgeführten Kontaktpersonennachverfolgung zeichnete sich ab, dass innerhalb der Mannschaft die einzelnen Kontakte nicht klar eruierbar sind. Daher wurde vom Gesundheitsamt Regensburg (...) für den gesamten Mannschaftskader eine 14-tägige Quarantäne angeordnet", wird in dem Sportschau-Bericht aus einer Mitteilung des Regensburger Gesundheitsamtes zitiert. Die Quarantäne-Zeit berechne sich ab Freitag, 26., und Samstag, 27. Februar, "je nach Letztkontakt", wie es weiter heißt. Daher endet die Mannschaftsquarantäne am 12. und 13. März, was eine Austragung der Zweitliga-Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth (13. März) sehr unwahrscheinlich erscheinen lässt.

Wie auch schon Regensburgs Geschäftsführer Christian Keller brachte sein Fürther Pendant Rachid Azzouzi in besagtem Bericht eine mögliche Nachjustierung der derzeit geltenden Schutzmaßnahmen zur Sprache. "Grundsätzlich ist das Hygienekonzept sehr gut, es hat sich bewährt. Aber wenn sich die Fälle häufen, muss vielleicht überlegt werden, ob das Konzept an der einen oder anderen Stelle angepasst werden muss."

Frank Baumann, Sportchef beim Jahn-Pokalgegner Werder Bremen, bezeichnete die Absage als "Warnschuss für den Fußball". Die Regensburger Fälle zeigten, "dass wir als Fußball weiter sehr vorsichtig sein müssen, sowohl im Kreise der Mannschaft als auch privat, denn die Pandemie ist nicht vorbei." Beim SC Paderborn, der noch am Freitag in Regensburg mit 0:1 verloren hatte, sind derweil alle regulären und zusätzlich anberaumten Tests seitdem negativ ausgefallen.

Anstatt im Pokal gegen Bremen anzutreten, musste der SSV Jahn in Corona-Quarantäne

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