07.04.2021 - 22:09 Uhr
RegensburgSport

DFB-Pokal: SSV Jahn Regensburg scheitert an Werder Bremen

Das Aus kommt im Viertelfinale: Die dieses Jahr so erfolgreiche Pokal-Reise des SSV Jahn Regensburg ist nach einem 0:1 gegen Werder Bremen im heimischen Stadion beendet. Dabei wäre der Halbfinal-Einzug durchaus drin gewesen.

Kampf war Trumpf zwischen dem SSV Jahn Regensburg und Werder Bremen. In dieser Szene nehmen Jan Elvedi (links) und Benedikt Gimber (rechts) den Bremer Yuya Osako in die Zange.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Was als Aperitif für den abendlichen Champions-League-Hauptgang des FC Bayern gegen Paris Saint-Germain angedacht war, entpuppte sich im bitterkalten Jahnstadion dann doch eher als trockenes Brot mit Leitungswasser. Der SSV Jahn Regensburg ist nach einem ganz schwachen Spiel im Viertelfinale des DFB-Pokals an Werder Bremen gescheitert. Der Bundesligist setzte sich nach ereignisarmen 90 Minuten glanzlos mit 1:0 (0:0) durch und trifft in der Vorschlussrunde am 30. April auf RB Leipzig.

Ob vom im Vorfeld ausgerufenen "größten Spiel der Vereinsgeschichte" für den SSV Jahn auch ein Eintrag in die Klub-Chronik rausspringen wird, darf angesichts des Spielniveaus bezweifelt werden. Bis auf eine hektische Schlussphase ließ diese Partie doch so ziemlich alle Wünsche offen. "Wir hatten zu viel Respekt, haben zu viele Fehler gemacht, die wir sonst nie machen", kritisierte Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic nach der Partie.

Keine Chancen vor der Pause

Dass die Regensburger dem klassenhöheren Favoriten von der Weser unterlegen sein würden, das war zu erwarten gewesen. Der Fokus der Hausherren lag daher nicht gänzlich überraschend zunächst auf einer stabilen Defensive. Wie wenig aber auch die Bremer im Offensivspiel auf der Spule hatten, spiegelte am besten das Torchancenverhältnis von 0:0 zur Pause wider. Zwar hatte die Elf von Trainer Florian Kohfeldt überwiegend den Ball, so richtig etwas damit anzufangen wusste aber kein Akteur im (passenden) mausgrauen Gästetrikot.

In den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs realisierten beide Teams scheinbar, dass es nur mehr zwei mickrige Schritte bis zum Pokalfinale im Berliner Olympiastadion sind. Und angesichts der "Stärke" des Kontrahenten die Tür zumindest zum Halbfinal-Kracher gegen RB Leipzig sperrangelweit offen stand. Jahn-Angreifer Andreas Albers hatte nach 48 Spielminuten die erste (!!) Möglichkeit der gesamten Partie. Sein Abschluss landete jedoch auf dem Bremer Tornetz. Davon angestachelt fanden auch die Norddeutschen den Vorwärtsgang. Erst köpfte Ludwig Augustinsson an den Pfosten (51.), dann fand Marco Friedl mit einem Traumpass Yuya Osako, der alleine vor Jahn-Keeper Alexander Meyer zur Bremer Führung einschoss (52.).

Nicht schlecht, aber nicht gut genug

Aus Jahn-Sicht muss allerdings die Frage gestattet sein, wie der Japaner so mutterseelenalleine im Strafraum stehen konnte. "Der Ball ist 60, 70 Meter in der Luft. Das müssen wir besser verteidigen", bemängelte Selimbegovic. Nun benötigte die Jahn-Elf offensive Ideen, kreative Einfälle mit Ball – ein Spiel, das ihr schon in Liga zwei nicht sonderlich behagt. "Wir waren nicht schlecht, aber nicht gut genug, die Bremer vor Probleme zu stellen."

Und so endete die in diesem Jahr so aufregende Pokal-Reise der Regensburger im Viertelfinale. So erfolgreich sie im Nachgang erscheinen mag, so unnötig war doch dieses Ausscheiden gegen einen keineswegs unschlagbaren Kontrahenten. "Ich verspüre keine Enttäuschung, vielmehr bin ich stolz über das, was wir in dieser Pokal-Saison geleistet haben", setzte Selimbegovic schnell einen Haken hinter den DFB-Pokal 2020/21.

Vor 24 Jahren war der SSV Jahn am sportlichen Tiefpunkt in der Landesliga Mitte angelangt

Neusorg

Im Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Köln avancierte Jahn-Keeper Alexander Meyer zum Elfmeterhelden

Regensburg
Statistik:

SSV Jahn Regensburg – Werder Bremen 0:1 (0:0)

  • SSV Jahn: Meyer - Saller (80. Beste), Elvedi, Kennedy, Wekesser - Gimber (86. Caliskaner), Besuschkow - Stolze (86. Becker), George (76. Vrenezi), Makridis (46. Otto) - Albers
  • Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Moisander, Friedl, Augustinsson (75. Agu) - Groß, Möhwald - Rashica (72. Schmid), Osako (86. Erras), M. Eggestein - Sargent (72. Selke)
  • Tore: 0:1 (52.) Osako
  • SR: Guido Winkmann (Kerken)
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