Regensburg
13.03.2026 - 10:51 Uhr

Jahn von Trainer-Weggang überrascht: „Enger zusammenrücken“

Der selbstgewählte Abschied von Chefcoach Wimmer nach Kiel sorgt bei Jahn Regensburg für Überraschung. Interimstrainer Raychouni berichtet, wie das Team reagierte. Er selbst kann nicht lange bleiben.

Munier Raychouni wird Drittligist Jahn Regensburg vorerst als Interimstrainer betreuen. (Archivbild) Bild: Armin Weigel/dpa
Munier Raychouni wird Drittligist Jahn Regensburg vorerst als Interimstrainer betreuen. (Archivbild)

Nach dem überraschenden Weggang von Chefcoach Michael Wimmer hofft der SSV Jahn Regensburg in der 3. Liga auf eine Trotzreaktion. „Wir müssen jetzt enger zusammenrücken im Trainerteam“, schilderte Interimscoach Munier Raychouni. Wimmer hatte die Oberpfälzer in dieser Woche auf eigenen Wunsch und mit sofortiger Wirkung verlassen, um als Co-Trainer beim Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel anzuheuern. Der Verein wusste länger von dem Wunsch und stimmte einer Vertragsauflösung nun zu.

Spieler und Trainer allerdings waren nach Aussagen von Raychouni nicht auf einen derartigen Wechsel vorbereitet. Die sei „natürlich für uns alle eine überraschende Situation und emotional etwas, das nicht so einfach ist, weil wir uns sehr gut verstanden haben, ein gutes Trainerteam waren und mit der Mannschaft gut zusammengearbeitet haben“, sagte der 39-Jährige.

Interimscoach Raychouni: Spieler „professionell und seriös“

Vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken am Samstag (14.00 Uhr) glaubt der gebürtige Berliner trotz der Neuigkeit an seine Mannschaft. „Ich denke, dass sie sehr gut damit umgeht“, sagte er. „Die Spieler sind professionell und seriös und wissen, dass eine wichtige Aufgabe vor uns steht.“

Der Jahn steht in der Meisterschaft dank elf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone noch relativ sorgenfrei da. Der SSV will aber sofort weiter punkten, um auch Richtung Saisonfinale nicht noch in Nöte zu kommen.

Fehlende Pro-Lizenz: Jahn braucht neuen Coach

Raychouni hatte in Regensburg bereits die letzten beiden Partien der vorigen Zweitliga-Saison als Interimstrainer bestritten. Auch diesmal wird sein Engagement nicht von längerer Dauer sein: Weil er noch keine Pro-Lizenz besitzt, darf er laut Regularien nur zwei Partien übernehmen. Sein Ziel sei es, im Herbst beim Deutschen Fußball-Bund einen Platz für einen entsprechenden Lehrgang zu bekommen. Der SSV Jahn hatte deshalb schon in dieser Woche verkündet, schnellstmöglich einen Nachfolger für Wimmer zu suchen.

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© dpa-infocom, dpa:260313-930-810907/1

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