Keine Tore zwischen dem SSV Jahn Regensburg und dem 1. FC Nürnberg

Regensburg
06.08.2022 - 15:25 Uhr

Bayerisches Derby in der 2. Bundesliga, ausverkauftes Haus in Regensburg, bestes Wetter: So perfekt die Rahmenbedingungen für das Duell des SSV Jahn gegen den 1. FC Nürnberg klangen, so enttäuschend geriet das Geschehen auf dem Rasen.

Kampf war Trumpf im bayerischen Derby der 2. Liga: Der Nürnberger Kwadwo Duah (links) und der Regensburger Leon Guwara ringen um den Ball.

Der SSV Jahn Regensburg bleibt auch nach dem dritten Spieltag in der 2. Liga ungeschlagen und ohne Gegentor. Gegen den 1. FC Nürnberg hieß es nach 90 Minuten im Oberpfälzer-Fränkischen Derby am Samstagnachmittag 0:0. 15210 Zuschauer sahen ein zerfahrenes Spiel, das am Ende keinen Sieger verdient hatte. Bitter sind auf Nürnberger Seite einige Verletzungen.

Die ersten 45 Minuten sind in wenigen Schlagbegriffen erzählt: Spielunterbrechungen, Wehwehchen, Verletzungen, Fehlpässe, kaum Torgefahr. Während die Stimmung auf den Rängen durchaus bundesligatauglich war, was vor allem an den lautstarken 5000 Nürnberger Anhängern lag, war das Geschehen auf dem Rasen vom Niveau her weiter unterhalb der 2. Liga angesiedelt. Die Heimelf ließ vieles von dem vermissen, was sie in den ersten drei Pflichtspielen dieser Spielzeit ausgezeichnet hatte. Vom frühen und aggressiven Anlaufverhalten war rein gar nichts zu sehen, drei, vier Pässe in Folge an den Mann blieben die Ausnahme. Nach anfänglicher Passivität holte sich der Jahn mit zunehmender Spielzeit immerhin die Kontrolle über den Ballbesitz, die größte Möglichkeit vergab Andreas Albers. Der Däne schoss nach einem Abpraller aus vier Metern freistehend Club-Keeper Christian Mathenia per Direktabnahme an (26.).

Und der Club? Ja, der erlebte im ersten Durchgang einen personellen Aderlass. Nachdem Abwehrboss und Kapitän Christopher Schindler erst gar nicht mit in die Oberpfalz gereist war, verletzte sich Spielmacher Mats Möller Daehli zu allem Überfluss auch noch während des Warmmachens und musste passen. Und bereits nach fünf Minuten erwischte es Linksverteidiger Tim Handwerker, der mit einer Knieverletzung vom Feld musste. "Bei Tim sieht es nicht gut aus. Er ist gerade bei der MRT-Untersuchung, aber es sieht nach einer Kreuzband-Verletzung aus", sagte Club-Coach Robert Klauß nach der Partie. Derart durcheinandergewürfelt verwunderte es weniger, dass es in puncto Abstimmung und Spielverständnis doch arg haperte. Nichtsdestotrotz hatte der Club den besseren Start, Christoph Daferner vergab früh die beste Chance (12.), ehe gar nichts mehr zusammenlief.

Nach dem Wechsel war beiden Teams das Bemühen anzumerken, dem eigenen Spiel mehr Struktur zu verleihen. Und wieder waren es die Hausherren, denen dies zunächst besser gelang. Einziges Manko: Außer einiger Mini-Chancen sprang aus der Regensburger Überlegenheit nichts heraus. Der Club brachte zwar nach vorne gar nichts mehr zustande, verteidigte aber immerhin leidenschaftlich das eigene Gehäuse. Und falls der Jahn doch einmal durchkam, erreichte zumindest Mathenia im Nürnberger Kasten Normalform. So auch, als er acht Minuten vor dem Ende erneut einen Volleyschuss von Albers per Fußabwehr entschärfte. Am Ende blieb es bei einem enttäuschenden, torlosen Remis.

 
 

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