08.04.2021 - 19:42 Uhr
RegensburgSport

Pokal-Aus gegen Werder Bremen: SSV Jahn lässt große Chance liegen

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Am Tag nach dem 0:1 gegen den Bundesligisten bleibt für den Regensburger Zweitligisten die bittere Erkenntnis: Das wäre deutlich mehr drin gewesen. Doch von Trübsal ist beim SSV Jahn mal so überhaupt keine Spur.

Andreas Albers (rechts, im Duell mit Christian Groß), bester Torschütze des SSV Jahn in der zweiten Liga, vergab beim Pokal-Aus gegen Bremen die besten Möglichkeiten der Regensburger.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Das verwunderte dann doch etwas. Nein, nicht dass der SSV Jahn Regensburg im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den Bundesligisten Werder Bremen den Kürzeren gezogen hatte. Alles andere als ein Einzug der Elf von Trainer Florian Kohfeldt ins Halbfinale gegen RB Leipzig wäre einer Sensation gleichgekommen. Vielmehr erstaunte Jahn-Coach Mersad Selimbegovic auf der Pressekonferenz mit der Aussage, dass niemand in seiner Mannschaft enttäuscht sei ob des knappen 0:1.

"Wir sind stolz auf das, was wir in dieser Pokal-Saison geleistet haben", bilanzierte der Trainer scheinbar nüchtern und rückte sofort den Kampf um den Ligaverbleib in der 2. Bundesliga in den Fokus. Das dürfte noch ein hartes Stück Arbeit werden. Angefangen mit dem Gastspiel beim Aufstiegsaspiranten Holstein Kiel am Samstag (13.30 Uhr).

Zwei Millionen Euro Einnahmen

Dabei war es doch offensichtlich, dass der Underdog aus der Oberpfalz eine riesige Möglichkeit hatte liegen lassen, mit dem Vorrücken in die Runde der letzten Vier abermals Vereinsgeschichte zu schreiben. Und: Die in Corona-Zeiten dem Vereinskonto wohltuenden Einnahmen von zwei Millionen Euro noch einmal zu verdoppeln. Schwächere Gegner als erstaunlich uninspirierte Bremer dürften in einem Pokal-Viertelfinale nur mehr selten warten. Der neutrale Beobachter wünschte dem Jahn etwas mehr Fortune, etwas mehr Kreativität im Spiel mit dem Ball, um den arg pomadigen Auftritt des Favoriten doch zu bestrafen.

"Die Enttäuschung ist sehr groß, wenn man so nah dran ist am Halbfinale."

Alexander Meyer, Torwart des SSV Jahn Regensburg

"Die Enttäuschung ist sehr groß, wenn man so nah dran ist am Halbfinale", sagte SSV-Keeper Alexander Meyer. Na also, geht doch. Endlich sagt's mal einer. Man wollte den Regensburgern von der fan-losen Tribüne aus zurufen, sie mögen sich mehr zutrauen, in der Offensive mutiger agieren, um die Bremer zu knacken. "Vorne sind wir zu selten gefährlich geworden und hinten haben wir beim 0:1 nicht gut verteidigt", analysierte Meyer treffend.

Kohfeldt: "Überragendes Spiel"

Wegen einer einzigen Unaufmerksamkeit in der Defensive das Pokal-Halbfinale verpasst? Das muss einen Regensburger Akteur doch wurmen. Da half auch das Lob des Bremer Trainers nicht wirklich, der dem Jahn "ein überragendes Spiel" attestierte. Nein, lieber Florian Kohfeldt, da gilt es zu widersprechen. Wenn der SSV Jahn wirklich ein überragendes Spiel gemacht hätte, dann wären Ihre Bremer jetzt nicht im Halbfinale.

Der Spielbericht vom Pokal-Aus des SSV Jahn Regensburg gegen Werder Bremen

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