24.11.2019 - 15:24 Uhr
RegensburgSport

SSV Jahn baut Ungeschlagen-Serie aus

Der SSV Jahn Regensburg bleibt auch das siebte Spiel in Serie ohne Niederlage. Gegen den 1. FC Heidenheim hieß es nach 90 Minuten 3:1. Dabei machten es die Oberpfälzer Mitte des zweiten Durchgangs spannender als nötig.

Der Regensburger Maskenmann Benedikt Gimber (rechts) attackiert in dieser Szene Konstantin Kerschbaumer.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Der SSV Jahn Regensburg hat mit dem 3:1-Sieg am Sonntagnachmittag vor 11762 Zuschauern in der heimischen Continental-Arena den 1. FC Heidenheim in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga überholt und ist nun Fünfter. Startelf-Debütant Tim Knipping, Andreas Albers sowie Jann George trafen für die Regensburger, die damit seit sieben Spielen ungeschlagen sind (drei Siege, vier Remis). Beim Gegentreffer zum zwischenzeitlichen 1:1 profitierten die schwachen Gäste von einem Geschenk des SSV Jahn.

Für den SSV Jahn Regensburg war es der erste Auftritt nach zwei Hiobsbotschaften während der Länderspielpause: Zum einen kündigte Kapitän und Toptorschütze Marco Grüttner seinen Abschied zum Saisonende an, zum anderen vermeldete Continental, ab dem 1. Januar 2020 nicht länger als Namensgeber für das Regensburger Stadion zu fungieren. Aus personeller Sicht schmerzte Coach Mersad Selimbegovic vor allem die Gelbsperre von Abwehrchef Marcel Correia. Für ihn debütierte Neuzugang Tim Knipping in der Startelf.

Das Fehlen des Kopfs der Viererkette machte sich zunächst überhaupt nicht bemerkbar. Die Jahn-Defensive verbrachte eine geruhsame erste Hälfte, allerhöchstens nach Standardsituationen musste die Regensburger Hintermannschaft auf der Hut sein. Das Problem für den Zuschauer: Auch die Jahn-Offensive brachte nicht allzu viel zustande, weswegen sich die Begegnung auf überschaubarem Niveau bewegte. Zwar hatten Max Besuschkow (6.) und Andreas Albers (8.) zwei vielversprechende Aktionen, entwickelten im Abschluss aber nicht genügend Wucht. Und so plätscherte die Partie höhepunktarm vor sich hin. Bis der Kapitän zum Hallo-wach-Knaller ausholte. Nach einem schnellen Gegenstoß machte sich Linksverteidiger Chima Okoroji auf die Reise. Seine maßgenaue Flanke landete bei Marco Grüttner, der die Kugel per Direktabnahme aus 18 Metern an den Querbalken donnerte (45.). Heidenheims Keeper Kevin Müller hatte gerade noch seine Finger an dieses Geschoss bekommen. Aus den nachfolgenden Eckbällen ging der SSV Jahn tatsächlich noch vor dem Pausenpfiff in Führung. Besuschkow zog den Eckball an den kurzen Pfosten, wo Knipping den Ball über den Hinterkopf ins lange Eck streifen ließ (45.+2).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts machten die Gastgeber zunächst den Eindruck, vehement auf den zweiten Treffer gehen zu wollen. Sebastian Stolze (47.) und Albers (61.) hatten das 2:0 auf dem Schlappen. Doch ein individueller Bock holte die Gäste zurück in die Partie. Sturmtank Albers spielte einen kapitalen Rückpass zum eigenen Torwart – genau in die Füße des Heidenheimers Tim Kleindienst. Der blieb vor Jahn-Keeper Meyer cool, legte quer auf den gerade eingewechselten Maurice Multhaup und der hatte keine Mühe, den Ball ins leere Tor zu schieben (62.). Die Gastgeber zeigten sich ob des Gegentores aus dem Nichts verunsichert. Doch der Regensburger Unglücksrabe badete seinen Schnitzer selbst wieder aus. Zwölf Minuten nach dem Ausgleich nahm Albers eine Flanke artistisch sehenswert mit dem Rücken zum Tor an und versenkte die Kugel aus der Drehung zur erneuten Jahn-Führung (74.). Dem eingewechselten Jann George war es vorbehalten, mit dem 3:1 per Direktabnahme den Deckel auf den Heimsieg draufzupacken (85.).

Statistik:

SSV Jahn Regensburg – 1. FC Heidenheim 3:1 (1:0)

SSV Jahn: Meyer – Saller, Knipping, Nachreiner, Okoroji – Wekesser (68. George), Besuschkow (90.+3 Palionis), Gimber, Stolze (90. Heister) – Grüttner, Albers

Heidenheim: Müller – Busch, Hüsing, Mainka, Schnatterer, Kleindienst, Griesbeck, Otto (60. Leipertz), Kerschbaumer (60. Multhaup), Theuerkauf, Dorsch (78. Schimmer)

Tore: 1:0 (45.+2) Tim Knipping 1:1 (62.) Maurice Multhaup, 2:1 (74.) Andreas Albers, 3:1 (85.) Jann George – SR: Felix Zwayer – Zuschauer: 11762

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