05.04.2019 - 20:31 Uhr
RegensburgSport

SSV Jahn fertigt Bochum ab

Sie haben es schon wieder getan: Nach einem unglücklichen Rückstand dreht der SSV Jahn Regensburg das Spiel und schickt den VfL Bochum geschlagen zurück in den Ruhrpott.

Jahn-Antreiber Andi Geipl (links) im Laufduell mit Bochums Südkoreaner Chung-Yong Lee.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Nur falls noch irgendjemand Zweifel hatte: Mit dem 2:1-Heimsieg des SSV Jahn Regensburg gegen den VfL Bochum ist der Klassenerhalt in der 2. Liga endgültig fix. 41 Zähler stehen sechs Spiele vor Saisonende zu Buche. Jann George und Marco Grüttner drehten mit ihren Treffern die Partie am Freitagabend vor 12363 Zuschauern in der Continental-Arena noch zugunsten des SSV. Wieder einmal stellte Regensburg seine beeindruckenden Comeback-Qualitäten unter Beweis. Lukas Hinterseer hatte die Gäste per Handelfmeter kurz nach der Pause in Führung geschossen.

Fußball Beierlorzer Art

Der SSV Jahn legte zu Beginn ein Höllentempo vor - man ist fast geneigt zu sagen: wie gewohnt. Frühes Pressing, aggressives Anlaufen des gegnerischen Ballführers, geschlossenes Ausschwärmen im Kollektiv: Die Gäste aus dem Ruhrpott hatten mit dem typischen Fußball Beierlorzer Art in der ersten Viertelstunde ihre liebe Müh' und Not. Schon nach drei Minute köpfte Jann George eine mustergültige Hereingabe von Sebastian Stolze von der rechten Seite an den Pfosten. VfL-Keeper Manuel Riemann hätte bei diesem Kopfball-Torpedo nicht den Hauch einer Abwehrchance gehabt. Stolze mit einem Kopfball über den Bochumer Kasten (14.) und Maximilian Thalhammer, der eine Stolze-Rückgabe aus 16 Metern freistehend über den Querbalken setzte (19.), verpassten zudem einen Treffer für den SSV Jahn. Die Führung der Heimelf wäre längst verdient gewesen und lag förmlich in der Luft.

Mit zunehmender Spieldauer kämpften sich die Gäste in die Partie und gestalteten das Geschehen ausgeglichen. Die beste Einschussmöglichkeit vergab Görkem Saglam, als er mit dem altbewährtem Abschluss "per Picke" am glänzend reagierenden Jahn-Keeper Philipp Pentke scheiterte (25.). Bis zur Pause neutralisierten sich beide Teams weitgehend: Die Gastgeber hielten das mörderische Tempo aus der Anfangsphase - fast zwangsläufig - nicht über 45 Minuten durch, und die Gäste hatten sich in der Defensive besser auf Marco Grüttner und Sargis Adamyan eingestellt. Offensiv jedoch blieb die Dutt-Elf vieles schuldig.

Im zweiten Durchgang klingelt's

Fehlten in Durchgang eins noch die Tore als Zutaten zu einem richtig unterhaltsamen Zweitliga-Kick, klingelte es zu Beginn der zweiten 45 Minuten gleich zweimal binnen 120 Sekunden. Zunächst brachte Lukas Hinterseer die Gäste per verwandeltem Handelfmeter in Führung (52.) - sein 14. Saisontreffer. Doch der Jahn hatte prompt eine Antwort parat. Kapitän Grüttner hielt einen Ball knapp vor der Torauslinie noch im Spiel, Jann George bedankte sich artig und drückte die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie zum Ausgleich (54.). Jetzt blieb die Heimelf am Drücker und belohnte sich sieben Minuten später mit dem 2:1. George hätte das Tor bereits machen müssen, scheiterte jedoch an Riemann. Der folgende Fallrückzieher-Versuch von Sargis Adamyan geriet zur glücklichen Vorlage für Grüttner, der aus spitzem Winkel zur Jahn-Führung einköpfte (61.). Bereits das elfte Saisontor für den Kapitän des SSV.

Auf diesen Rückschlag wussten die Gäste aus dem Ruhrpott keine Antwort mehr. Im Gegenteil: Der Jahn hätte die Führung noch weitaus deutlicher gestalten können, ja müssen. Doch Jann George schlug zum einen freistehend vor dem Bochumer Gehäuse über den Ball (77.), zum anderen verpasste er das Abspiel auf den blanken Hamadi Al Ghaddioui (84.). Spannend blieb es nur, weil der Jahn weitere vielversprechende Kontermöglichkeiten fahrlässig liegen ließ.

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