07.04.2019 - 23:00 Uhr
RegensburgSport

SSV Jahn platzt fast vor Stolz

Riesige Freude herrschte am Freitagabend in Regensburg nach dem sicheren Klassenerhalt in der 2. Liga. Trainer Achim Beierlorzer formulierte eine Liebeserklärung an seine Mannschaft.

Der Jubel im Regensburger Lager kannte nach dem sicheren Klassenerhalt am Freitagabend keine Grenzen mehr. Jahn-Coach Achim Beierlorzer (rechts) klatschte nach seinem Trainerstab noch alle Spieler, Betreuer und vereinzelt auch Fans ab.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Achim Beierlorzer wurde knapp eine halbe Stunde nachdem der Zweitliga-Klassenerhalt in trockenen Tüchern war richtig pathetisch: "Es erfüllt mich mit Stolz, diese Mannschaft trainieren zu dürfen", sagte der Trainer des SSV Jahn Regensburg am Freitagabend nach dem 2:1-Heimsieg gegen den VfL Bochum. Mit nunmehr 41 Punkten räumten die Oberpfälzer sämtliche Restzweifel eindrucksvoll beiseite. "Diese Mentalität zu sehen, ein Spiel niemals aufzugeben, ist einfach grandios." Wieder einmal ließen sich die Regensburger von einem unglücklichen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und drehten das 0:1 nach einem Handelfmeter noch in einen Sieg.

"Ich konnte beim Strafstoß nicht mehr reagieren. Ich bin im Laufen und da bewegt man einfach seine Hände", sagte Benedikt Saller, der aus kurzer Distanz im Strafraum den Ball an die Hand geschossen bekommen hatte. "Aber der Wille war während der gesamten Partie deutlich mehr bei uns zu spüren. Wir sind alle immer noch hungrig", beschrieb der Rechtsverteidiger die Aufholjagd. "Die Wut nach dem Rückstand war groß bei uns. Zum Glück ist der Ausgleich schnell gefallen. Jetzt können wir befreit aufspielen und noch ein paar Punkte holen", wagte Ausgleichstorschütze Jann George schon einen Blick auf die noch ausstehenden sechs Saisonspiele. Dabei stehen noch Auswärtskracher bei Union Berlin, auf St. Pauli und am vorletzten Spieltag beim 1. FC Köln auf dem Programm. Doch vor vermeintlich großen Namen schreckt im Jahn-Lager längst niemand mehr zurück. "Wir haben denen den Schneid abgekauft. Und hintendrin hatten wir mit Marcel Correia und 'Wastl' Nachreiner zwei Maschinen", lobte George die Leistung der Innenverteidiger gegen Bochum.

Und der so gelobte Correia, der vor der Saison aus Braunschweig nach Regensburg gekommen ist und sich bislang als absoluter Top-Transfer entpuppt, war einfach nur stolz: "Wir haben jetzt unseren dritten Matchball zum Klassenerhalt genutzt. Wir sind erleichtert, mit einer Brise Stolz, dass wir es so früh geschafft haben. Und das in einer Art und Weise, dass es absolut verdient ist."

Jetzt wollen die Spieler die restlichen Spiele "einfach nur genießen" (Correia). Bei diesen Auswärtsgegnern dürfte das leicht fallen. Daheim warten noch vergleichsweise unspektakuläre Kontrahenten: 1. FC Magdeburg, Erzgebirge Aue und SV Sandhausen.

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