25.04.2021 - 17:25 Uhr
RegensburgSport

SSV Jahn Regensburg erkämpft sich 1:1 gegen den Hamburger SV

Es stand für beide Mannschaften viel auf dem Spiel: Der SSV Jahn will in der 2. Fußball-Bundesliga bleiben, der HSV am liebsten raus und endlich wieder aufsteigen. Nach dem 1:1 vom Sonntag treten beide Teams auf der Stelle.

In dieser Szene entwischt Regensburgs Charalambos Makridis (rechts) seinem Gegenspieler Manuel Wintzheimer vom HSV. Das Nord-Süd-Duell in der 2. Liga endete am Sonntag leistungsgerecht 1:1.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Es bleibt dabei: Kommt der ehemalige Bundesliga-Dino aus dem hohen Norden zum Zweitliga-Kick in die Oberpfalz, liefert der SSV Jahn Regensburg eine seiner besseren Saisonleistungen ab. Das 1:1 (1:0) vom Sonntag war das zweite Remis im dritten Vergleich mit dem Hamburger SV in Regensburg, bei einem Jahn-Sieg. Die Punkteteilung nach 90 hektischen Minuten, die viel Kampf und wenig fußballerische Höhepunkte geboten hatten, war durchaus leistungsgerecht. Beide Teams untermauerten bei herrlichstem Fußball-Wetter die Statistik: In der Rückrundentabelle liegen der SSV Jahn und der HSV mit jeweils 15 Zählern und lediglich 3 Siegen aus 13 Partien gleichauf im hinteren Drittel.

Diese tabellarische Augenhöhe spiegelte sich auch auf dem Platz wider. Vor der Pause war der Jahn zu jeder Zeit Herr im eigenen Haus und führte verdient, im zweiten Durchgang entwickelten die Gäste mehr offensive Power, die mit mit dem späten Ausgleichstreffer belohnt wurde. Was der HSV allerdings in den ersten 45 Minuten anbot, hatte wenig bis gar nichts mit einem Aufstiegsaspiranten zu tun. Die Elf von Trainer Daniel Thioune kam überhaupt nicht mit der aggressiven, pressinglastigen Spielweise sowie den nickligen Zweikämpfen der Regensburger zurecht. "Nach dieser ersten Hälfte war es sehr schwer, die Fantasie zu entwickeln, noch einmal zurückzukommen", gestand auch der HSV-Coach im Nachgang.

Dagegen musste sich der SSV Jahn doch etwas ärgern, aus der Überlegenheit vor der Pause letztendlich zu wenig Kapital geschlagen zu haben. Der Treffer von Andreas Albers (45.) im Anschluss an eine Ecke war die einzige erfolgreiche von mehreren vielversprechenden Aktionen, denen aber die letzte Konsequenz abging. Jahn-Coach Mersad Selimbegovic trauerte dem mangelhaften Ertrag aus Halbzeit eins aber nicht nach: "Ein Spiel dauert eben 90 Minuten, und wir haben gegen den HSV gespielt. Die haben in der zweiten Hälfte krass gedrückt." In der Tat war der späte Ausgleich durch Sonny Kittel (83.) gerecht und das Ergebnis eines etwas lebendigeren HSV-Auftritts. Der Jahn-Elf fehlten hintenraus "einfach ein paar Körner", was sich bei einer derart kraftraubenden Spielweise sofort bemerkbar macht, wenn der letzte Zug in den Aktionen fehlt.

Der Treffer zum 1:1 wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung noch vom Video-Schiedsrichter überprüft und letztlich bestätigt – eine haarscharfe und durchaus streitbare Entscheidung. Doch Beschwerden aus dem Jahn-Lager waren nicht zu vernehmen. Vielleicht auch deswegen, weil im ersten Durchgang ein Hamburger Treffer wegen Abseits zurückgenommen worden war, bei dem der VAR gut und gerne auch anders hätte entscheiden können. Wenn man so will: ausgleichende Gerechtigkeit im Kölner Keller, leistungsgerechtes Resultat auf dem Regensburger Rasen.

Als der SSV Jahn Regensburg in der Landesliga beim SV Neusorg verlor

Neusorg
Statistik:

SSV Jahn Regensburg – Hamburger SV 1:1 (1:0)

  • SSV Jahn: Meyer – Saller, Elvedi, Kennedy, Wekesser - Makridis (69. Opoku), Gimber, Besuschkow, Schneider (69. Otto) - Albers (90. Becker), Caliskaner (77. Heister)
  • HSV: Ulreich - Vagnoman (68. Gyamerah), Leistner, Ambrosius (86. van Drongelen), Leibold - Heyer (46. Gjasula), Dudziak (46. Narey), Hunt - Kittel, Terodde, Wintzheimer (73. Meißner)
  • Tore: 1:0 (45.) Albers, 1:1 (83.) Kittel
  • SR: Florian Heft (Neuenkirchen)

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