14.09.2018 - 21:42 Uhr
RegensburgSport

SSV Jahn Regensburg verliert gegen Dynamo Dresden

Sie bauen gegen Dynamo Dresden auf ihre Heimstärke, am Ende verbauen sich die Kicker des SSV Jahn Regensburg vieles selbst.

Rico Benatelli (oben) und seine Dresdener Jungs überflügelten nicht nur in dieser Szene den SSV Jahn (im Bild Marc Lais). Die Sachsen entführten am Freitag drei Zähler aus der Oberpfalz.
von Josef Maier Kontakt Profil

(mr) Ein Auf und Ab, am Ende war der SSV Jahn Regensburg nach einer Achterbahnfahrt ganz unten: Mit 0:2 (0:1) verloren die Oberpfälzer am Freitagabend die Zweitligapartie gegen Dynamo Dresden und warten seit vier Spielen auf einen Sieg. Die Regensburger marschieren so Richtung Tabellenkeller. "Wir sind brutal enttäuscht", sagte Jahn-Trainer Achim Beierlorzer nach intensiven 90 Minuten.

"Wir belohnen uns nicht für unsere Investitionen und machen gravierende Fehler, die ich so nicht kenne." Bei den Gegentoren hätten seine Spieler einfach kompromissloser zu Werke gehen müssen. Bei den Sachsen feierte der neue Trainer Maik Walpurgis einen tollen Einstand. "Wir hatten anfangs keinen Zugriff, ich war mir aber sicher, dass wir Chancen kriegen." Die bekamen sie - mit tatkräftiger Jahn-Hilfe.

Die Regensburger hatten eigentlich gut begonnen: Marco Grüttner gab schon nach 60 Sekunden den ersten Torschuss ab. Die Gastgeber versuchten immer wieder über die Außen in gute Abschlusspositionen zu kommen. Doch die Dresdener hatten an diesem Abend einen Top-Abräumer in ihren Reihen. Kapitän Marco Hartmann hielt den Laden zusammen, grätschte und köpfte alles weg. Beim Jahn kam Ex-Erstligaprofi Sebastian Freis überhaupt nicht in die Gänge.

Gut 20 Minuten hielt die Überlegenheit, dann verloren die Regensburger im Mittelfeld leichtfertig den Ball. Dresdens Rico Benatelli hatte zwei Mal die Abschlusschance, ehe sein abgeblockter Ball Aias Aosman vor die Füße fiel. Der Ex-Regensburger brauchte nur noch zur Führung der Gäste einzuschieben. "Das war doch ihre einzige Chance in der ersten Hälfte", ätzte Jahn-Kapitän Marco Grüttner. Doch mit der Jahn-Herrlichkeit war es vorbei. Die Regensburger mussten sich einige Minuten schütteln, hatten erst gegen Ende der ersten Hälfte durch Sargis Adamyan und Andi Geipl zwei Möglichkeiten. Trainer Achim Beierlorzer korrigierte zur Pause seine Aufstellung und brachte Albion Vrenezi für Freis. Der Kosovare schob gleich ordentlich an und hatte eine sehr gute Möglichkeit. Der Jahn schien nun wieder in der Spur, doch Dario Dumic beendete die kurze Euphorie schon wieder. Nach einem erneuten Kuddelmuddel in der Jahn-Abwehr drosch er den Ball aus 12 Metern zum 2:0 für die Gäste ins Netz.

"Das war der Genickschlag für uns", meinte Geipl. "Dresden ist da eine abgezockte Mannschaft." Dynamo hatte noch weitere beste Chancen durch Moussa Koné, Patrick Ebert oder Erich Benko. Die Jahn-Abwehr war zeitweise völlig durch den Wind. Die Gastgeber gaben zwar nie auf, bekamen aber auch keine Struktur mehr in ihr Spiel. Halbchancen - mehr war nicht.

Die Dresdener Fans waren schon während der zweiten Hälfte bestens gelaunt. Befürchtete Ausschreitungen gab es keine. Die Polizei hatte einen ruhigen Abend. Auf die Regensburger Fußballer dagegen könnten einige unruhige Tage zukommen.

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