10.10.2018 - 21:21 Uhr
RegensburgSport

SSV Jahn verurteilt Polizei-Vorgehen

Beim Zweitliga-Derby zwischen Greuther Fürth und Jahn Regensburg knallt es zwischen den Gästefans und der Polizei. Am Mittwoch bezieht der Oberpfälzer Verein Stellung.

Fans des SSV Jahn Regensburg.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

(fle) Am Rande des Zweitliga-Derbys zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem SSV Jahn Regensburg (1:1) am vergangenen Samstag ist es zu heftigen Auseinandersetzungen von Gästefans mit der Polizei gekommen. Zu den Vorkommnissen veröffentlichte der Oberpfälzer Club am Mittwoch eine Stellungnahme, in der er dem Unterstützungskommando (USK) der Polizei "den Willen und die Bereitschaft für eine friedliche Durchführung der Fußballveranstaltung" abspricht.

Der SSV Jahn führt dafür - nach Auswertung unabhängiger Aussagen Beteiligter sowie Videoaufzeichnungen - Gründe an: So hätte die Polizei den Fußmarsch der Jahn-Ultras vom Bahnhof zum Stadion in Fürth "ohne hinreichende Kommunikation durch Drängen der Jahnfans in Shuttle-Busse unter teils intensivem Schlagstockeinsatz und Inkaufnahme von Verletzungen bei den Jahnfans" verhindert. Aus Protest gegen das Vorgehen hatten zahlreiche Jahn-Fans noch während des Spiels den Fanblock verlassen. Auch dabei sei es zum "undifferenzierten Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray gegen vor dem Gästeblock wartende Mitglieder der aktiven Jahn-Fan-Szene (...) unabhängig von Alter und Geschlecht (...)" gekommen. Zudem hätte die anwesende Polizei die "deeskalierende Zusammenarbeit mit dem Fanbeauftragten des SSV Jahn und den Mitarbeitern des Fanprojekts Regensburg" abgelehnt.

All diese seit Samstag gesammelten Eindrücke und Informationen führten beim Jahn zu der Ansicht, "dass das unverhältnismäßige Handeln des USK in erheblichem Maße zur Eskalation einer bis zur Ankunft in Fürth vollkommen friedlichen Fansituation beigetragen hat". Der SSV Jahn fordert in seiner Stellungnahme eine "lückenlose Aufarbeitung der Geschehnisse" sowie "daraus abzuleitende Schritte zu ergreifen". Der Oberpfälzer Zweitligist stellte seine ausführliche Stellungnahme daher auch dem bayerischen Innenminister zu.

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