Ruder-Olympiasieger Oliver Zeidler hat seine Ambitionen auf seinen vierten Weltmeister-Titel untermauert. Bei den Titelkämpfen auf der Amsterdamer Bosbaan gewann der dreimalige Einer-Weltmeister sein Halbfinale in 6:45,89 Minuten und zog damit souverän ins Finale am Sonntag (14.28 Uhr) ein. Zeidler lag vom Start an vorn und konnte auf den letzten Metern Tempo herausnehmen, wirkte im Ziel dann aber doch deutlich aus der Puste.
Im Vorjahr hatte der 30-Jährige bei der WM in Shanghai trotz deutlich reduzierten Trainingsaufwands wegen seines Studiums Silber gewonnen. Vor knapp vier Wochen sicherte sich Zeidler im italienischen Varese seinen vierten EM-Titel in EM-Rekordzeit von 6:36,39 Minuten. Perspektivisch will der Deutsche über die 2.000 Meter auch die Weltbestzeit von 6:30,74 Minuten angreifen, die der Neuseeländer Robbie Manson 2017 aufstellte.
Deutschland-Achter der Männer mit Fingerzeig
Der Deutschland-Achter qualifizierte sich im Feld von 13 Booten für die wegen des großen Starterfeldes am Sonntagmorgen erstmals seit 2011 wieder ausgetragenen Halbfinals. Das krankheitsbedingt auf zwei Positionen mit Ersatzruderern besetzte Boot ruderte im wegen unfairer Windbedingungen als Einzelzeitfahren ausgetragenen Vorlauf die fünftschnellste Zeit und darf sich Hoffnung auf den Einzug ins A-Finale am Sonntagmittag (13:38 Uhr) machen.
Zuvor muss das Großboot dafür am Sonntagmorgen aber das Halbfinale überstehen. Bei der WM im Vorjahr in Shanghai war das einstige deutsche Paradeboot bereits im Vorlauf gescheitert. Dieses Schicksal ereilte in diesem Jahr den mit mehreren Doppelstarterinnen besetzten deutschen Frauen-Achter. Das im vergangenen Jahr überraschend auf WM-Platz vier geruderte Boot verpasste erwartungsgemäß den Einzug ins A-Finale der besten sechs Achter.
Föster verpasst WM-Finale – Doppelvierer holt Silber
Im Frauen-Einer verpasste Alexandra Föster den Einzug ins WM-Finale. In einem stark besetzten Halbfinale mit der niederländischen Olympiasiegerin Karolien Florijn und der britischen WM-Zweiten Lauren Henry belegte die dreifache U23-Weltmeisterin mit großem Rückstand den sechsten und letzten Platz. Vor einem Jahr hatte die 24 Jahre alte Deutsche bei der WM in China erstmals das A-Finale erreicht und war dort Fünfte geworden.
Für Jubel beim Deutschen Ruderverband hatte am Mittag der Männer-Doppelvierer gesorgt. Marc Weber, Felix Heinrich, Jonas Gelsen und Schlagmann Ole Hohensee sicherten sich in deutscher Rekordzeit hinter Titelverteidiger Italien WM-Silber. Die drei anderen deutschen Viererboote blieben in ihren Endläufen ohne Medaille, hatten aber bereits mit dem Einzug in die A-Finals einen Erfolg verbuchen können.
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