27.09.2019 - 15:57 Uhr
SchwandorfSport

Elf Fragen an Herbert Rühl (SC Weinberg)

In unserer neuen Rubrik verrät der Routinier des Kreisklassisten SC Weinberg, welche Rote Karte ihn bis heute wurmt, weshalb er wohl schon bald "Opa" gerufen wird und welches "kulinarische Ritual" er beim Einlaufen pflegt.

Herbert Rühl.
von Autor HÜRProfil

Herbert Rühl ist ein Musterbeispiel an Engagement für den Breitensport Fußball und das Ehrenamt. Der 43-jährige Familienvater geht in der Kreisklasse Nord für den Schwandorfer Verein SC Weinberg auf Torejagd, ist aktives Mitglied der Schiedsrichtergruppe Schwandorf und zudem Betreuer der E-Jugend seines Clubs.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Herbert Rühl: … mehr als nur ein Sport. Durch den Fußball hatte ich auf und neben dem Fußballplatz schon so viele schöne Erlebnisse. Ich habe durch den Fußball über die Jahre so viele tolle Menschen kennengelernt, von denen die meisten Freunde geworden sind.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Herbert Rühl: In erster Linie durch meinen Vater. Ich konnte noch nicht mal laufen und verbrachte die meiste Zeit auf Fußballplätzen. Und ohne eine Sportart schlecht reden zu wollen, aber ich brauche schon einen Sport, wo sich was rührt.

ONETZ: 3. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Herbert Rühl: Negative Erlebnisse gehören im Fußball genauso dazu wie positive. Aber die berechtigte Rote Karte beim SV Trisching, das auch noch als Spielertrainer in der Meistersaison 2013/14 in der 89. Minute beim Stand von 4:1 für uns, gehört da dazu. Das war schon dämlich, zumal ich so im letzten und entscheidenden Spiel um die Meisterschaft gesperrt war. Ich musste das Spiel in Haselbach, dass wir nach 0:2-Rückstand noch drehen konnten, von der Bank aus verfolgen.

ONETZ: 4. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Herbert Rühl: Beim Einlaufen zupf' ich ein bis zwei Grashalme und kau während des Einlaufens drauf rum. Des mach ich aber schon seit der Jugend.

ONETZ: 5. Ihre Rückennummer ist die 13. Warum?

Herbert Rühl: Seit dieser Saison erst ist es die Nummer 13. Die hat viele Jahre ein Spieler getragen, der vor der Saison den Verein gewechselt hat. Jetzt halte ich sie warm, bis er wieder kommt.

ONETZ: 6. Das müsste mir ein Nachbarverein bieten, damit ich wechseln würde ...

Herbert Rühl: Ein Spieler in meinem Alter wechselt nicht mehr, außer in die Premier League. Spaß beiseite, ein Wechsel als Spieler kommt für mich nicht mehr in Frage.

ONETZ: 7. Welche Fußballregel würden Sie abschaffen, welche fehlt?

Herbert Rühl: Im Profibereich würde ich den Videobeweis abschaffen, bei den Amateuren würde ich eine Orange oder Grüne Karte einführen. Wenn ein Spieler beispielsweise ein Tor mit der Hand verhindert, würde ich eine dieser Karte anwenden, zumal dann auch die Sportgerichte entlastet würden, und der Spieler bei der nächsten Partie wieder mitspielen dürfte.

ONETZ: 8. Haben Sie einen Spitznamen? Warum gerade diesen?

Herbert Rühl: Momentan keinen, aber wenn ich noch ein paar Jahre spiele, könnte ich mir Opa gut vorstellen.

ONETZ: 9. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Herbert Rühl: In 38 Jahren Fußball waren es sehr viele beeindruckende Spiele. Jedoch erinnere ich mich an die Aufstiege mit dem SC Weinberg und der DJK Steinberg, bei der ich auch spielen durfte, sehr gerne zurück.

ONETZ: 10. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Herbert Rühl: Emotionen gehören dazu, auch bei den Fans. Ich bin ebenfalls ein schlechter Zuschauer. Aber persönliche Beleidigungen braucht es nicht auf dem Fußballplatz. Und die schönste Sache ist es doch, wenn nach dem Spiel alle zusammensitzen und es sich gut gehen lassen.

ONETZ: 11. Zu welchem Gegner fahren Sie am liebsten, zu welchem überhaupt nicht gerne?

Herbert Rühl: Am liebsten spielen wir beim SC Kreith-Pittersberg, der DJK Steinberg und der DJK Weihern, da dort immer sehr viele Zuschauer sind, und wir nach dem Spiel auf ein Getränk zusammensitzen. Nicht so gerne spiele ich gegen die SG Niedermurach/Pertolzhofen. Gegen die haben wir zweimal gespielt und hatten zweimal keine Chance.

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