27.06.2018 - 18:51 Uhr
SchwandorfSport

Eine (fast) reibungslose Spielzeit

Bei der Tagung der Kreisligisten lobt Kreisspielleiter Ludwig Held den Rückgang der persönlichen Strafen. Das fairste Team des Spielkreises sind die Sportfreunde Weidenthal. Nur in den B-Klassen drückt der Schuh.

Auch wenn’s mitunter knackige Zweikämpfe gab, waren sie erfolgreich: Der FC OVI-Teunz um Manuel Löffelmann (links) stieg in die Bezirksliga auf, und die Sportfreunde Weidenthal (im Bild Alexander Kirchberger) waren das fairste Team der Kreisliga West.
von Autor AHOProfil

Wackersdorf.(aho) Das zeitliche Schema der Kreisliga-Tagung im Wackersdorfer Schwimmbad-Café war vergleichbar mit einem Pokalspiel und anschließender Verlängerung. Im Ablauf gab es jedoch gravierende Unterschiede. Die anwesenden Vereinsvertreter waren weder körperlich gefordert noch mussten sie sich irgendwelcher Angriffe erwehren. Kreisspielleiter Ludwig Held und seine Mitstreiter aus dem Verband hatten alles gut im Griff und sorgten somit für einen reibungslosen Ablauf.

Auf einen solchen blickte der Spielleiter auch in seinem kurzen Resümee zurück. Es gab so gut wie keine Vorfälle, abgesehen vom freiwilligen Rückzug des ASV Burglengenfeld II aus der Kreisliga West zur Winterpause und der immensen Anzahl von 101 Nachholspielen im gesamten Kreisgebiet, die aus 2017 mit ins neue Jahr genommen wurden. Held gratulierte den Meistern FC Furth im Wald und FC OVI-Teunz zum direkten Aufstieg.

"Böse" Tännesberger

In der Bezirksliga-Relegation sind sowohl die SG Chambtal als auch der TSV Stulln gescheitert. Direktabsteiger waren neben dem ASV Burglengenfeld II der TSV Pemfling und die SG Regental aus dem Osten und der TV Nabburg aus dem Westen. Während der SV Stachesried ebenfalls in die Kreisklasse zurück muss, schaffte der SV Kemnath/Buchberg den Klassenerhalt durch den Sieg im Entscheidungsspiel gegen den SV Fischbach.

Ein dickes Lob hatte der Kreisspielleiter angesichts der weniger gewordenen persönlichen Strafen durch die Schiedsrichter für die Vereine parat. In allen Bereichen war ein Rückgang zu verzeichnen, wobei 13 Rote Karten in der Kreisliga Ost bemerkenswert sind (im Westen 26).

Die fairsten Mannschaften waren der FC Wald/Süßenbach, die SF Weidenthal-Guteneck (Gesamtsieger im Kreis Cham/Schwandorf), der SC Ettmannsdorf II und der TSV Stulln. Zu den "bösen Buben" gehören der SV Michelsdorf und der TSV Tännesberg. Nur unwesentlich verändert haben sich die durchschnittlichen Schiedsrichterkosten in der Kreisliga. Reibungslos verliefen die Relegationsspiele im Kreisgebiet, die heuer ausgesprochen gut besucht waren.

Von den Schiedsrichtern und vom Kreissportgericht waren ebenfalls nur positive Anmerkungen zu hören. Karl-Heinz Späth als amtierender Kreisschiedsrichterobmann bat um Verständnis, wenn zu einem B-Klassen-Spiel kein neutraler Schiedsrichter kommt. Im Regelfall wird der Heimverein jedoch vorab informiert, um einen Ersatz organisieren zu können. Weniger zu tun hatte auch das Kreissportgericht unter Vorsitz von Hermann Lankes.

237 Fälle wurden in 24 Sitzungen abgeurteilt. Ausgeschieden aus dem Gremium der Sportrichter sind Ute Friedrich aus privaten Gründen sowie Klaus Kores, der zum Bezirkssportgericht gewechselt ist. Nachfolger sind Lisa Zwickenpflug und Josef Weingärtner.

Graml verärgert

Held informierte die Vereine über Neuerungen, die beim Verbandstag beschlossen wurden. So gelten Toto-Pokal-Spiel künftig als Privatspiele. Außerdem wurde die Frist für Spieler, die in einem Spiel der höherklassigen ersten Mannschaft in der ersten Halbzeit eingesetzt wurden und wieder in der zweiten Mannschaft mitwirken sollen, auf 15 Tage ausgedehnt. Für die neue Saison ergeben sich beim Spielbetrieb der B-Klassen 1 und 2 einige Probleme, weil bei den Reserven der Kreisliga West nur neun Mannschaften zur Verfügung stehen.

Für einen fairen und offenen Umgang miteinander warb der neue Bezirksvorsitzende Thomas Graml. "Ich habe immer ein offenes Ohr und kämpfe für die Vereine", sagte er. Verärgert zeigte er sich angesichts der ständigen Negativ-Aussagen über den Verband. So wies er die kursierenden Meinungen über die finanziellen Hintergründe des "Relegationsmarathons" zurück.

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