27.03.2019 - 14:42 Uhr
SchwandorfSport

Zechmann schimpft und ein Adler greift an

Die Arbeit auf dem Platz ist wichtig, der Blick auf den Spielplan genauso. Beim TSV Stulln rechnen sicherlich einige, ob die Mannschaft am Sonntagabend schon Meister der Kreisliga West sein könnte. Einer macht da nicht mit. Und schimpft.

Tanzen die Weidenthaler auch nach dem Spitzenspiel am Samstag gegen Stulln? Die Sportfreunde wollen schon noch Zweiter werden.
von Josef Maier Kontakt Profil

Diese Liga ist verrückt: Spitzenreiter TSV Stulln spielt bei 18 Punkten Vorsprung auf den Zweiten SC Ettmannsdorf II eigentlich schon außer Konkurrenz. Aus dem Feld der anderen Mannschaften könnten sich vielleicht sogar noch der Neunt- und Zehntplatzierte, der TV Wackersdorf und die SG Gleiritsch (je 23 Punkte), Chancen auf Relegationsplatz zwei ausrechnen. Und dabei sind nur einmal drei Pünktchen vom Abstiegsrelegationsplatz entfernt.

Alle Rechenbeispiele, mit unterschiedlichsten Ergebnissen durchgespielt, ergeben, dass Stulln an diesem Wochenende noch nicht Meister werden kann. Trainer Christian Zechmann interessieren diese Rechnereien ohnehin nicht, aus einem guten Grund: "Bei uns plätschert derzeit alles so dahin, das gefällt mir nicht." Deutliche Ansagen macht der ehrgeizige Trainer an die Mannschaft: "Mit der Vorbereitung war ich gar nicht zufrieden." Zuletzt wurde ein Testspiel gegen den TuS Schnaittenbach, dem vorletzten der Kreisliga Süd im Amberger Raum, mit 0:1 verloren. "Kein Biss, kein Engagement", bescheinigte er den Seinen. Und hat den Rat parat, alle Hände von Rechenspielchen zu lassen. "Wir sollten nur auf uns selber schauen, um das Ding dann mal einzufahren." Vor dem Auftaktgegner am Samstag, den Sportfreunden Weidenthal, hat er höchsten Respekt: "Eine kompakte Mannschaft. Wenn wir so spielen wie in der Vorbereitung, haben wir dort keine Chance."

Die Sportfreunde haben in der Rest-Rückrunde noch einiges vor: Sie liegen auf Platz sechs der Tabelle, bis zu Platz zwei ist es aber nicht weit: "Unser Blick geht freilich nach oben", sagt Trainer Christian Adler. "Für uns sind einfach die ersten beiden Spiele entscheidend." Am Samstag kommt Stulln zu den Sportfreunden, eine Woche später reisen diese zum Tabellenzweiten Ettmannsdorf II. Mit der derzeitigen Platzierung hadert Adler etwas: "Wir haben einfach vor dem Winter die wichtigen Spiele verloren." Das soll jetzt anders werden. Der Mannschaft bescheinigt er trotz Widrigkeiten beim Trainingsbesuch (Krankheiten, Schichtdienst) eine gute Form. Unter anderem wurde ein Testspiel gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter FC Wernberg nur knapp mit 2:3 verloren. Eines schmerzt den 38-jährigen Trainer noch: Christoph Gietl hat sich zuletzt schwer verletzt. Der Offensive Außenspieler hat sich in einem Testspiel einen Kreuzbandriss zugezogen.

Verletzungsprobleme plagen auch den 1. FC Schmidgaden. Nach dem verkorksten Saisonstart hat sich der Bezirksligaabsteiger mehr as gefangen, der Abstand zu Platz zwei ist gering. Aber ausgerechnet jetzt drohen mit Sebastian Stano (Leistenprobleme) und Simon Werner (Knieprobleme) zwei wichtige Offensivakteure auszufallen. "Mein persönliches Ziel ist es schon, oben noch mitzumischen", erklärt Trainer Gordon Börner. Aber das hänge auch vom Personal ab. Der Coach sagt auch: "Wegen Krankheiten und Urlaub war die Vorbereitung ohnehin durchwachsen."

Nicht nur die Weidenthaler und Schmidgadener haben aber Ambitionen auf Platz zwei. Der SC Ettmannsdorf II hat sie ohnehin. Auch Neunkirchen-Balbini strebt diese Platzierung an, ebenso der TSV Nittenau und der 1. FC Neunburg vorm Wald. Tännesberg liegt auch noch irgendwie in der Lauerstellung.

Und mag der Meisterschaftskampf schon entscheiden sein. Die Konstellation dahinter verspricht, sagt auch Schmidgadens Trainer Börner, verspricht jede Menge Brisanz und Spannung: "Der Kampf um Platz zwei bleibt bis zum Ende heiß."

Was geht noch bei Christopher Neidl (rechts) und den Schmidgadenern? Der Bezirksliga-Absteiger will im Kampf um Platz zwei eingreifen.

Bei uns plätschert derzeit alles so dahin, das gefällt mir nicht.

Christian Zechmann, Trainer von Spitzenreiter TSV Stulln

Tabelle Kreisliga West:

1. TSV Stulln 18 66:21 48

2. SC Ettmannsdorf II 18 43:30 30

3. SpVgg Neukirchen/Balb. 18 28:36 29

4. 1.FC Schmidgaden 18 30:23 28

5. TSV Nittenau 18 33:37 28

6. SF Weidenthal 18 34:20 26

7. 1. FC Neunburg 18 40:37 25

8. TSV Tännesberg 18 32:36 24

9. TV Wackersdorf 18 33:33 23

10. SG Gleiritsch/Trausnitz 18 30:35 23

11. Schönthal/Premeischl 18 26:26 22

12. SC Kleinwinklarn 18 26:36 20

13. 1. FC Rötz 18 22:45 18

14. SG Kemnath 18 16:44 11

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