12.06.2018 - 16:23 Uhr
SchwarzenfeldSport

Hesl wird ein "Roter Teufel"

Das kommt überraschend: Torwart Wolfgang Hesl wechselt zum Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern. Der Oberpfälzer kommt ablösefrei von den Würzburger Kickers und unterschreibt am Betzenberg einen Zweijahres-Vertrag.

Wolfgang Hesl spielt künftig für den 1. FC Kaiserslautern.
von Josef Maier Kontakt Profil

Wolfgang Hesl spielt künftig auf Deutschlands höchstem Fußball-Berg: Der Schwarzenfelder stand zwar noch ein Jahr bei den Würzburger Kickers unter Vertrag, doch beim Drittligisten hatte er während der Saison seinen Stammplatz verloren. In den letzten Tagen gab es dann die Möglichkeit für den 32-Jährigen, zum Zweitliga-Absteiger in die Pfalz zu wechseln. Am Dienstag unterschrieb er nach einer sportärztlichen Untersuchung einen Zweijahres-Vertrag. „Ich freue mich, diesem großen Traditionsverein mit seinen großartigen Fans helfen kann, wieder dahin zukommen, wo er hingehört“, sagte Hesl.

(mr) Wolfgang Hesl spielt künftig auf Deutschlands höchstem Fußball-Berg - dem Betzenberg: Der Schwarzenfelder stand zwar noch ein Jahr bei den Würzburger Kickers unter Vertrag, doch beim Drittligisten hatte er während der Saison seinen Stammplatz verloren. In den letzten Tagen gab es dann die Möglichkeit für den 32-Jährigen, zum Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern zu wechseln. Hesl: "Wenn ein so großer Traditionsverein anfragt, da hört man ganz genau zu."

Großer Traditionsverein

Am Dienstag unterschrieb Hesl nach einer sportärztlichen Untersuchung einen Zweijahres-Vertrag. Und absolvierte danach gleich die erste Trainingseinheit mit dem Team. Seine Motivation: "Ich freue mich, diesem großen Traditionsverein mit seinen großartigen Fans helfen zu können, dahin zukommen, wo er hingehört." Hesl, der in Jugendjahren vom FC Amberg zum Hamburger SV gewechselt war und dort ausgebildet wurde, war vor einem Jahr von Arminia Bielefeld zu den Würzburger Kickers gewechselt. Die Unterfranken waren gerade erst in die dritte Liga abgestiegen und starteten einen Neuaufbau. Hesl stand zunächst auch im Tor. Nach dem Trainerwechsel Anfang Oktober gab der neue Coach Michael Schiele Patrick Drewes den Vorzug im Kasten.
Der Schwarzenfelder war fortan außen vor, er gab weiter im Training Gas. "Dass ich nicht mehr im Tor stand, war nicht das große Problem. So läuft das im Profigeschäft", sagte der Keeper zu den Oberpfalz-Medien. Er habe sich aber einfach im Verein nicht mehr wertgeschätzt gefühlt. "Ich wollte dieses Gefühl nicht mehr haben", sagt der ehrgeizige Torwart. Schon gegen Ende der Drittliga-Saison war klar, dass sich die Wege trennen könnten. "Ich hätte wohl keine Chance mehr bekommen." Da kam der Anruf aus Kaiserslautern gerade Recht.
Dort am Betzenberg ist der Oberpfälzer zunächst auch als Nummer 2 eingeplant. Nach dem Weggang von Marius Müller soll das Eigengewächs Jan-Ole Sievers als Nummer 1 aufgebaut werden. "Ich soll da sicherlich auch etwas Druck machen", erklärt Hesl die FCK-Strategie nach dem schmerzlichen Abstieg aus der zweiten Bundesliga. Sportvorstand Martin Bader sagte, man habe Hesl die Situation transparent geschildert, der FCK wollte aber unbedingt auch noch einen erfahrenen Mann auf der Torhüterposition.

Training mit Bugera

Der Ehrgeiz bei dem 1,86 Meter langen Torwart ist nach zehn Profijahren ungebrochen groß: "Natürlich will jeder Fußballer auch spielen." In der Pfalz trifft er auch noch auf einen anderen Oberpfälzer: Der Amberger Alexander Bugera, Co-Trainer der Pfälzer, wird ihm im Training öfter die Bälle um die Ohren knallen.

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