28.05.2019 - 20:21 Uhr
SchwarzenfeldSport

Kein Wort zum Sport: Lisa Manner

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät die beste Fußball-Schiedsrichterin der Oberpfalz, Lisa Manner, dass sie als Kind gern eine Hexe gewesen wäre - und dass sie einmal den Eingang zur Schule zugemauert hat.

Lisa Manner.
von Julian Trager Kontakt Profil

Lisa Manner ist eine von nur wenigen Fußball-Schiedsrichterinnen in der Oberpfalz. Sie leitet Spiele in der Bezirksliga der Herren und in der Regionalliga der Frauen – damit ist sie die am höchsten pfeifende Unparteiische im Bezirk. Die 27-Jährige, die im Marketing bei einer Unternehmensberatung arbeitet, steht schon lange auf dem Fußballplatz: Zuerst als Spielerin des 1. FC Schwarzenfeld, seit gut zehn Jahren als Schiedsrichterin.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Lisa Manner: Ich fühle mich zu Hause in der Oberpfalz sehr wohl und möchte eigentlich nicht weg. Ich hätte aber auch nichts gegen ein Haus am See, irgendwo in Schweden, Norwegen oder Kanada.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Lisa Manner: Ich kann in Stresssituationen gut einen kühlen Kopf bewahren. Ob ich das erst durch meine Tätigkeit als Schiedsrichterin gelernt habe oder vorher schon gut konnte, weiß ich gar nicht mehr genau. Das hilft mir auf jeden Fall nicht nur auf dem Fußballplatz weiter.

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ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Lisa Manner: Ich habe in meinem Leben sicher schon einige Fehler gemacht. Welcher der größte war, das kann ich nicht genau sagen. Viel wichtiger finde ich es, aus seinen Fehlern zu lernen und sie nicht nochmal zu machen.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Lisa Manner: Bibi Blocksberg – ich habe die Hörspiele als Kind rauf und runter gehört. Und welches Mädchen hat sich nicht gewünscht, auch mal auf einem Besen zu fliegen oder hexen zu können.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Lisa Manner: Das war wohl unser Abi-Streich. Wir haben vor dem Eingang der Schule mit Ziegelsteinen und Mörtel eine Mauer hochgezogen. Danach mussten die Lehrer erst mal ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen und durften dann die Mauer mit dem Hammer einreißen. Das Ganze hat wohl die ersten zwei bis drei Schulstunden gedauert – die Schüler waren uns sicher dankbar.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Lisa Manner: Definitiv mit Justin Timberlake. Ich mochte seine Musik schon damals zu NSYNC-Zeiten und bin jetzt auch immer noch Fan. Trotz seiner Karriere als Musiker und Schauspieler ist er meines Erachtens sehr bodenständig geblieben. Ich möchte auch auf jeden Fall noch seine Biographie lesen, die vergangenes Jahr erschienen ist.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Lisa Manner: „Das wird so gemacht und nicht anders“ – für vieles im Leben gibt’s einfach nicht den einen, richtigen Weg. Jeder muss für sich selbst den richtigen Weg finden, und ich mag es einfach nicht, wenn andere dafür kein Verständnis haben oder das sogar verurteilen.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Lisa Manner: Meine ersten Schiedsrichterspesen gingen meistens am Wochenende fürs Weggehen drauf. Von meinem ersten Lohn bin ich erst mal Shoppen gegangen, später habe ich dann aber auf einen Laptop gespart, das war die erste größere „Investition“.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Lisa Manner: Definitiv Panna cotta und Crème brulée – für Torten und Kuchen kann ich mich nicht so begeistern.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Lisa Manner: Der Tatort am Sonntag ist definitiv Pflicht - genauso wie Aktenzeichen XY. Notfalls nehme ich die Sendungen sogar auf und schaue sie mir später an. Gut verzichten kann ich auf RTL II.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Lisa Manner: Ich koche leidenschaftlich gerne und probiere auch viel in der Küche aus. Vor allem die asiatische Küche von Curry bis Sushi mag ich besonders. Ansonsten lese ich sehr gerne - wenn ich die Zeit dazu finde - und probiere mich gerade an einer kleinen Chili-Aufzucht.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Lisa Manner: … die freien Nachmittage während der Schulzeit besser nutzen. Das weiß man leider erst zu schätzen, wenn man Vollzeit arbeitet und eben keinen (Nach-)Mittagsschlaf mehr halten kann.

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