14.10.2020 - 17:32 Uhr
SchwarzenfeldSport

Ligapokal-Verzicht: 1. FC Schwarzenfeld gehen die Spieler aus

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Acht schwerwiegende Ausfälle, dazu der Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga Nord: Der 1. FC Schwarzenfeld setzt Prioritäten und sagt seine Teilnahme am neugeschaffenen Ligapokal wieder ab.

Wolfgang Richthammer (links) ist derzeit nicht um seine Rolle zu beneiden. Zum Teil weiß der Schwarzenfelder Trainer am Samstag noch nicht, welche Spieler ihm am Sonntag zur Verfügung stehen.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Die Mitteilung des Bezirksspielleiters Christian Wolfram kam recht nüchtern daher: "Der 1. FC Schwarzenfeld hat wegen personeller Probleme seine Teilnahme am Ligapokal zurückgezogen." Diese Nachricht kommt bei einem Verein, der in der Bezirksliga Nord als Tabellenzehnter voll im Saft steht und erst am Wochenende mit einem 2:2 bei der SpVgg SV Weiden II aufhorchen ließ, überraschend daher. "Wir haben ganz einfach keine Spieler mehr. Aktuell müssen wir im Vergleich zum Saisonstart acht Ausfälle kompensieren", führte Schwarzenfelds Trainer Wolfgang Richthammer als Erklärung für den Ligapokal-Verzicht an.

Meßmann spielt heuer nicht mehr

Vor allem nach dem 3:1-Erfolg zu Hause gegen den SV Raigering, "unsere beste Leistung seit dem Re-Start", hätten Diagnosen von schweren Verletzungen mit langfristigen Ausfällen "eingeschlagen ohne Ende". Richthammer hat die Liste mit den Spielern sofort parat, die er aktuell ersetzen muss, sie ist fast so lang wie eine gewöhnliche Startelf: Kapitän Mathias Meßmann laboriert an einem hartnäckigen Faserriss in der Wade. "Diese Verletzung muss gescheit auskuriert werden, weswegen er uns heuer überhaupt nicht mehr zur Verfügung stehen wird."

Wir haben ganz einfach keine Spieler mehr. Aktuell müssen wir im Vergleich zum Saisonstart acht Ausfälle kompensieren.

Wolfgang Richthammer (Trainer des 1. FC Schwarzenfeld)

Marco Griebl (Innenbandriss im Knie), Philipp Peter (Muskelfaserriss), Maximilian Ferstl (Mittelfußbruch) und Philipp Fischer (Kreuzbandriss) gehören ebenso zu den Langzeitverletzten. Besonders unglücklich hat es dazu Constantin Ruhland im Training erwischt, der aktuell noch an Krücken geht und eventuell sogar operiert werden muss, "wenn sich der Bluterguss in der Wade nicht auf konservative Methode behandeln lässt". Zu allem Überfluss hätten Sebastian Böckl und Nicolas Binder die Fußballschuhe an den Nagel gehängt.

Spieler der "Zweiten" wollen nicht spielen

"Diese Summe an Ausfällen hat dazu geführt, dass wir den Fokus auf die Liga legen und dort noch irgendwie punkten wollen, ehe sich in der Winterpause das Lazarett hoffentlich wieder etwas lichtet", fügte der Coach an, und mit Spielern aus der "Zweiten" sei der Ligapokal nicht zu bestreiten: "Zum einen müssen wir deren Spielbetrieb ja auch am Laufen halten, zum anderen wollen viele dieser Spieler auch gar nicht im Ligapokal spielen." Durch die zeitliche Verschiebung nach hinten hätte der Ligapokal, laut Richthammer, auch "an Attraktivität verloren, wobei niemand weiß, ob dieser Wettbewerb überhaupt noch gespielt wird". Und so lautet Richthammers Motto lapidar: "Fokus auf die Liga, Rückkehr der Verletzten, Klasse halten und im Sommer personell nachjustieren."

Die Nachholspiele in der Bezirksliga Nord sind neu angesetzt worden

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