11.07.2021 - 16:05 Uhr
SchwarzenfeldSport

Verbandssportgericht weist Beschwerde des 1. FC Schwarzenfeld zurück

Es bleibt dabei: Der 1. FC Schwarzenfeld muss in der Saison 2021/22 in der Fußball-Bezirksliga Süd spielen. Auch die höchste Instanz im Bayerischen Fußball-Verband hat die Einteilung bestätigt.

Alles Haare raufen bringt nichts. Die Fußballer des 1. FC Schwarzenfeld (gestreifte Trikots) müssen in der neuen Saison in der Süd-Gruppe spielen.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Die Entscheidung fiel am Sonntagvormittag: "Wir haben die Beschwerde des 1. FC Schwarzenfeld zurückgewiesen", sagte Emanuel Beierlein, Beisitzer am Verbandssportgericht. Damit muss der Verein in der am kommenden Wochenende beginnenden Saison in der Fußball-Bezirksliga in der Süd-Gruppe antreten. Das Verbandssportgericht als höchste Instanz innerhalb des Bayerischen Fußball-Verbandes habe, so Beierlein, im Wesentlichen geprüft, ob die vorangegangenen Instanzen, Bezirksspielausschuss und Verbandsspielausschuss, ihr Ermessen richtig ausgeübt hätten.

Im Fall des 1. FC Schwarzenfeld, der von der Nord-Gruppe in den Süden wechseln soll, gebe es gewisse Kriterien, die nach der Spielordnung berücksichtigt werden müssten, erklärte Beierlein. "Das sind verkehrstechnische Dinge, spieltechnische Dinge und geographische Dinge." Bei diesen drei Gesichtspunkten habe der 1. FC Schwarzenfeld die wenigsten Punkte der in Frage kommenden Vereine bekommen. "Das Ermessen setzt voraus, dass man sich mit den Gründen auseinandersetzt. Und dieses Ermessen hat der Spielausschuss ausgeübt", begründete Beierlein die Entscheidung, die Beschwerde zurückzuweisen. Gleichzeitig zeigt der Rechtsanwalt aus Augsburg Verständnis für den Verein: "Es ist bedauerlich für Schwarzenfeld, aber in dieser Konstellation gibt es keine super-optimale Lösung für alle 32 Vereine in der Bezirksliga."

Enttäuscht reagierte man beim 1. FC Schwarzenfeld: "Wir haben eine andere Entscheidung erwartet", sagte Martin Graßmann auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. "Mir tut es leid für die Fans, die Spieler, Ehrenamtliche und Mitarbeiter des Vereins. Und ich weiß von vielen umliegenden Vereinen, dass auch sie das schade finden", erklärte der Sportliche Leiter.

Weitere Schritte gegen diese Entscheidung planen die Schwarzenfelder nicht: „Es gibt keine höhere Instanz. Wir sind da jetzt machtlos, obwohl wir im Recht sind“, so Graßmann. Auf einen möglichen Gang vor ein ordentliches Gericht verzichte man. Nachvollziehen könne man das Urteil jedoch nicht. Graßmann: „Der BFV hat aus der Coronakrise nichts gelernt. Präsident Koch sagte in Blickpunkt Sport, ,wir schauen auf die Basis, wir unterstützen die Vereine’. Im Endeffekt ist es genau das Gegenteil.“

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