15.01.2020 - 20:48 Uhr
SchwarzenfeldSport

Wolfgang Hesl - Darum kehre ich ins Tor zurück

Das hat er schon von klein auf gemacht, das macht er bald wieder. Wolfgang Hesl steht ab kommender Saison wieder im Tor. An einer Sache wird die Rückkehr ganz bestimmt nicht scheitern.

Wolfgang Hesl ist nur noch in der Rückrunde als Feldspieler beim TSV Stulln am Ball. Danach wechselt er ins Tor des SC Ettmannsdorf.
von Josef Maier Kontakt Profil

Im Sommer 2019 beendete Wolfgang Hesl, seit Montag 34 Jahre alt, seine Profikarriere. Der einstige Keeper des Hamburger SV und von Greuther Fürth wechselte die Perspektive und schoss fortan für den Bezirksligisten TSV Stulln aufs Tor. In der kommenden Saison kehrt der Schwarzenfelder wieder in den Kasten zurück, spielt für den Landesligisten SC Ettmannsdorf. Der Vertrag ist zunächst auf ein Jahr befristet. Dann schaue man weiter, sagt er. Der Ehrgeiz ist groß, wie zu seinen Profizeiten.

ONETZ: Im vergangenen Sommer haben Sie die Torwart-Handschuhe an den Nagel gehängt. Jetzt geht es zurück in den Kasten. Wie kam's?

Wolfgang Hesl: Ich hatte im Sommer einfach Lust, draußen zu spielen. Ich sagte zu den Stullnern: Das machen wir ein Jahr, und dann schaun wir weiter. Anfang Dezember gab es die erste Kontaktaufnahme mit den Ettmannsdorfern. Wir haben uns dann ein paar Mal getroffen und zuletzt gesagt: Das machen wir. Mit den Stullnern bin ich bei der ganzen Geschichte immer offen umgegangen.

ONETZ: Ein halbes Jahr heißt es aber noch TSV Stulln ...

Wolfgang Hesl: Ja, jetzt gilt nur der TSV Stulln. Mal schauen, was da noch geht. Vielleicht klappt es noch mit Klassenerhalt, dafür werde ich alles geben. Und danach freue ich mich wieder aufs Tor.

ONETZ: Sie werden beim Sportclub ja nicht nur im Kasten stehen, sondern sollen auch Torhüter trainieren. Ist das schon der Einstieg ins Trainergeschäft?

Wolfgang Hesl: Das ist natürlich eine Geschichte, die ich später mal machen will. Da kann ich mich jetzt schon mal ausprobieren. Die Ettmannsdorfer haben 17 Mannschaften gemeldet, davon sind sehr viele Jugendmannschaften. Ich werde da schon den ein oder anderen Torhüter trainieren.

ONETZ: Und die sportlichen Ziele mit dem Sportclub? Neumarkt und Weiden sind jetzt in der Landesliga Mitte vorne, dann kommt schon Ettmannsdorf. Ist nächste Saison die Bayernliga das Ziel?

Wolfgang Hesl: Neumarkt oder Weiden, einer steigt sicher auf, der andere geht in die Relegation. Für den wird's aber schwierig, und dieser Verein ist vielleicht nächste Saison noch in der Liga. Fakt ist, dass die Ettmannsdorfer eine herausragende Saison spielen. Ob man das wiederholen kann? Da gehört auch Glück dazu, und vor allem müssen die Leistungsträger gesund bleiben.

ONETZ: Aber der Ehrgeiz ist schon noch richtig da, oder?

Wolfgang Hesl: Wenn ich spiele, will ich gewinnen. Das ist doch klar. Aber nur weil ich jetzt ab kommender Saison in Ettmannsdorf bin, heißt das nicht, dass wir auch automatisch vorne mitspielen.

ONETZ: Haben Sie jetzt ein paar Monate wirklich keine Bälle mehr gehalten?

Wolfgang Hesl: Ich habe nicht regelmäßig trainiert, aber ab und an in Stulln im Training mal ein paar Bälle gehalten. Es kribbelte natürlich immer in den Fingern. Auch mit Günter Kohl (ehemaliger Trainer der Jugendauswahl; Anm. d.Red.), meinem Wegbegleiter in der Jugend, habe ich trainiert. Mit ihm habe ich mich schon kurzgeschlossen, in der Rückrunde werden wir ein paar Trainingseinheiten mehr machen. Aber ich mache mir wirklich keine Gedanken, warum das nicht mehr funktionieren sollte.

ONETZ: Die Torwart-Utensilien aus der Profizeit werden Sie noch haben ...

Wolfgang Hesl: Ich habe alles noch daheim, der Schrank ist voll. An den Handschuhen wird es nicht scheitern. (lacht)

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