11.12.2019 - 22:51 Uhr
MünchenSport

Sorgen um Coman bei Bayerns Rekordsieg

Auf dem Papier ging es im finalen Gruppenspiel der Champions-League zwischen dem FC Bayern und Tottenham nur mehr um die Goldene Ananas. Doch der 3:1-Sieg der Münchener erhielt einen bitteren Beigeschmack.

Kingsley Coman hat sich gegen Tottenham Hotspurs erneut schwer verletzt.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Der FC Bayern München ist die erste deutsche Mannschaft, die alle sechs Gruppenspiele in der Champions-League für sich entschieden hat. Am Mittwochabend gewann die Elf von Interimscoach Hansi Flick gegen die Tottenham Hotspurs in der ausverkauften und bitterkalten Allianz-Arena mit 3:1 (2:1). Kingsley Coman (14.), Thomas Müller (45.) und Philippe Coutinho (64.) schossen den Rekordsieg in einem durchaus unterhaltsamen Spiel bei einem Gegentreffer von Ryan Sessegnon (20.) heraus.

Doch zum Feiern war nach Spielschluss bei den Bayern niemandem zumute. Der Grund: In der 24. Minute verdrehte sich Flügelflitzer Kingsley Coman ohne Gegnereinwirkung erst böse den linken Knöchel und anschließend das linke Knie. Geschockt und mit schmerzverzerrtem Gesicht musste der Franzose gestützt in die Kabine geführt werden. Gästetrainer José Mourinho nahm Coman tröstend in den Arm und der mit einer Muskelverhärtung fehlende Mitspieler Corentin Tolisso eilte sofort von der Tribüne in die Kabine zu seinem Landsmann. Coman droht nach zwei Operationen in der Vorsaison somit die nächste lange Pause. Erst nach Mitternacht gab der Verein vorsichtige Entwarnung: Coman habe sich „nur“ einen Kapseleinriss im linken Knie sowie eine Stauchung des Kniegelenks zugezogen. In den nächsten Tage werde das Knie mittels einer Schiene ruhiggestellt. Damit fehlt den Bayern in den drei ausstehenden Bundesliga-Spielen gegen Bremen, in Freiburg und gegen Wolfsburg der nächste eigentlich Unersetzbare. Nach den empfindlichen Ligapleiten gegen Leverkusen und in Gladbach brachte der bedeutungslose Königsklassen-Kick wenig Neuerungen - auch weil Flick unter anderem Robert Lewandowski eine Pause gönnte und auch die Engländer auf ihre Topstars wie Harry Kane, Delle Alli und zunächst Heung-min Son verzichteten.

Die Bayern spielten nach vorne erneut sehr gefällig, brauchen für Tore - trotz dieser drei Treffer - aber nach wie vor zu viele Chancen. Pech und Unvermögen gehen hier immer noch Hand in Hand. Und dass es den Innenverteidigern Jérôme Boateng und Javi Martínez im internationalen Vergleich an Tempo mangelt, ist nicht erst seit den Antritten von Tottenhams Lucas Moura bekannt. Da warten spätestens im Achtelfinale ab Februar andere Kaliber. Das die Bayern dann (vermutlich) ohne Coman bestreiten müssen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.