24.10.2018 - 16:33 Uhr
StullnSport

Die "Zechmänner" wollen Geschichte schreiben

Der Kreisliga-Dominator TSV Stulln scheint auf dem Weg in die Bezirksliga unaufhaltsam. Satte zwölf Zähler liegt die Truppe von Trainer und Toptorjäger Christian Zechmann bereits vor der Konkurrenz. Auch weil selbst Defensivspieler treffen wie am Fließband.

Trainer Christian Zechmann (links) ist mit dem TSV Stulln auf dem besten Weg in die Bezirksliga.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Mit Siebenmeilenstiefeln eilt der TSV Stulln in Richtung Bezirksliga. Der Kreisliga-Spitzenreiter ist nach 14 Saisonspielen noch immer unbesiegt und hat die Konkurrenz mittlerweile auf zwölf Zähler distanziert. "Niemand konnte damit rechnen, dass es so gut für uns läuft. Eigentlich haben wir einen Platz unter den ersten Fünf angepeilt", zeigt sich Spielertrainer und mit 17 Saisontreffern Top-Torschütze Christian Zechmann von der Entwicklung seiner jungen Mannschaft überrascht.

Schon in der Vorsaison deuteten die Stullner ihr Potenzial an, landeten hinter Meister FC OVI-Teunz auf Platz zwei, scheiterten jedoch in der Bezirksliga-Relegation relativ deutlich an der SpVgg SV Weiden II. In dieser Spielzeit wollen es die "Zechmänner" scheinbar nicht erneut auf eine Relegations-Lotterie ankommen lassen und schießen die gesamte Kreisliga West in Grund und Boden. Bereits 54 Mal klingelte es im Kasten der Gegner - fast vier Mal pro Partie. Für Zechmann liegen die Gründe des Stullner Höhenflugs auf der Hand: "Die Jungs entwickeln sich kontinuierlich weiter, Automatismen greifen inzwischen und zwei, drei kleinere Umstellungen haben unserem Spiel zudem gut getan."

So beorderte der Coach Christian Bergler aus der zentralen Defensive ins Herzstück auf die Sechser-Position im Mittelfeld. Und Wilhelm Frank übernahm den Part in der Innenverteidigung - mit ungewohntem offensiven Ertrag: Frank ist mit elf Treffern zweitbester Torschütze seines Teams sowie der gesamten Liga. "Er hat jetzt zwei Elfmeter verwandelt, aber er hat derzeit einfach das richtige Timing und steht bei Standardsituationen mit seiner Kopfballstärke zur richtigen Zeit am richtigen Ort", lobt Zechmann seinen torgefährlichen Defensivmann. Doch nicht nur personelle Kniffe greifen, auch um die Mentalität des Teams scheint es bestens bestellt zu sein. "Die Jungs wollen es. Sie wollen Geschichte schreiben. So etwas hat es beim TSV Stulln noch nie gegeben", spricht Zechmann nur kurz über die Konsequenzen eines Bezirksliga-Aufstiegs - selbstredend wäre es der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Das Wort "Bezirksliga" an sich nimmt der Stullner Torgarant aber noch nicht in den Mund. "Wir haben noch zwölf Spiele zu absolvieren und einen relativ kleinen Kader. Da darf nicht viel passieren." Aber so lange will Zechmann nicht mehr warten. "Wenn unser Vorsprung nach den nun folgenden vier Spielen bis zur Winterpause noch immer derart komfortabel ist, werden wir das Thema auch offensiv angehen. Aber erst in der Winterpause."

Den Verein sieht Zechmann für eine neue Herausforderung gerüstet: "Der TSV verfügt über eine Top-Infrastruktur mit zwei tollen Trainingsplätzen, einer elektronischen Anzeigetafel, und auch das Flutlicht wird demnächst auf LED umgestellt." Fehlt nur noch die Vertragsverlängerung mit dem Erfolgstrainer selbst. "Ich denke, wir werden uns demnächst zusammensetzen. Aber zumindest aus meiner Sicht spricht nichts gegen eine weitere Zusammenarbeit." Das dürften die Offiziellen ähnlich sehen.

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